Verhandlungen von Gericht

Bundesbehörde stoppt Gehaltserhöhungen von Krankenkassen-Chefs

Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat zum ersten Mal offenbar zu üppige Gehaltserhöhungen für zwei Krankenkassenchefs gestoppt. Der Vorstandschef der BKK RWE klagt vor Gericht.

Die betroffenen Kassen-Vorstände klagten gegen das Gehaltserhöhungsverbot vor Landessozialgerichten, wie die "Bild"-Zeitung am Dienstag berichtete. Danach geht es um die Vorstände der BKK RWE und der Pronova BKK.

Der Vorstandschef der BKK RWE klagt dem Bericht zufolge vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen. Es ging ursprünglich um zusätzliche Zahlungen von rund 17.500 Euro. Seine Bezüge (120.000 Euro plus 15.000 Euro Bonus) sollen nach dem Nein des BVA noch um rund 6000 Euro pro Jahr steigen.

Die Chefs der Pronova BKK wollten sich demnach ursprünglich zusammen rund 48.000 Euro höhere Bezüge genehmigen. Nachdem das BVA eingeschritten ist, klagten sie vor dem Landessozialgericht Rheinland-Pfalz. Das Verfahren soll jetzt beigelegt werden, weil der Vorstandschef das Gehaltsplus auf rund 10.000 Euro reduziert hat. Er verdiente im vergangenen Jahr 137.500 Euro und bekam 34.425 Euro Bonus.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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