Laut Bericht

Bundespräsidenten-Wahl: Kramp-Karrenbauer hat Interesse

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Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Ministerpräsidentin des Saarlands.

München - Wird Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die CDU-Kandidatin für die Bundespräsidenten-Wahl? Laut einem Bericht hat sie Interesse am Amt.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, informierte sich Kramp-Karrenbauer intern über Abläufe und Zusammensetzung der Bundesversammlung, die am 12. Februar den Präsidenten wählt. Nach Informationen des Blattes sucht Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aktuell auch mit Hochdruck nach einer Unionsfrau, die sie gegen den wohl absehbaren SPD-Kandidaten, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, ins Rennen schicken kann.

Die Zeichen mehren sich, dass sowohl CDU/CSU als auch SPD einen eigenen Kandidaten bzw. eine eigene Kandidatin in die nächste Bundesversammlung schicken. Aktuell hat sich auch Justizminister Heiko Maas (SPD) in der Debatte um die Gauck-Nachfolge gegen einen Konsenskandidaten der großen Koalition ausgesprochen. "Es ist kein Geheimnis, dass Frank-Walter Steinmeier in Deutschland einen riesigen Rückhalt als möglicher Bundespräsident hat", sagte Maas der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Die Menschen sehen, was für eine großartige Arbeit unser Außenminister leistet. Ich fände es nicht zielführend, wenn es einen Konsenskandidaten der Koalition gäbe, der dann aber nicht auf Zustimmung der Menschen stößt", betonte Maas. Der kleinste gemeinsame Nenner helfe dem Land nicht weiter.

Bundespräsidenten-Wahl: Am Sonntag will die Große Koalition Klarheit schaffen

Spitzen von Union und SPD wollen am Sonntag Klarheit über die Bundespräsidentenwahl schaffen. Ein für Freitagnachmittag angesetztes Gespräch von Kanzlerin Merkel und den Vorsitzenden von CSU und SPD, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel, wurde abgesagt, weil sich Gabriel mit Grippe krankmeldete. Trotzdem gab es dem Vernehmen nach aber Telefonkontakte zwischen den Parteien. Nun soll am Sonntag geklärt werden, ob es einen gemeinsamen Kandidaten gibt - oder eine Kampfkandidatur.

Der großen Koalition ist es bisher nicht gelungen, sich auf einen Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck zu einigen. Die Wahl in der Bundesversammlung findet am 12. Februar 2017 statt. Am Sonntag treffen sich die drei Parteichefs um 15.00 Uhr im Kanzleramt.

zr

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