Benzinpreis-Bremse: Stoppt die Politik heute die Abzocke?

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Am Freitag berät der Bundesrat auf Antrag von Thüringen über die Einführung einer Benzinpreisbremse.

Berlin - Die hohen Spritpreise beschäftigen jetzt auch die Politik. Am Freitag berät der Bundesrat auf Antrag von Thüringen über die Einführung einer Benzinpreisbremse. Worum es geht:

Tankstellen dürften dann nur noch einmal am Tag den Preis erhöhen und müssten diesen Höchstpreis auch in eine Datenbank stellen. Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) rechnet damit, dass preisbewusste Autofahrer die Benzinpreise in ihrer Umgebung dann per Handy stets im Blick haben.

Wie Bayerns Bundesratsministerin Emilia Müller gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (VR) erklärte, will sich dieser Initiative  auch der Freistaat anschließen.

Der Benzinpreis für die herkömmliche Sorte Super E5 hat eine Woche vor Ostern zum ersten Mal flächendeckend die Marke von 1,70 Euro pro Liter erreicht. Am Mittwoch kostete Super E5 im Tagesdurchschnitt 1,70 Euro pro Liter, das Bio-Super E10 kostete 1,67 Euro und Diesel lag bei 1,53 Euro pro Liter, wie eine Sprecherin des zweitgrößten deutschen Tankstellenkonzerns Shell am Donnerstag in Hamburg mitteilte. E5 ist die mit Abstand meistverkaufte Benzinsorte in Deutschland.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

Begründungen für Benzinpreise
Es scheint, als würden die Ölkonzerne immer eine "Ausrede" für steigende Benzinpreise finden. Einige skurille Begründungen hat beispielsweise der Ökonom Martin Kapp auf webjournal.ch zusammengestellt. © dpa
Begründungen für Benzinpreise
 © Quelle: webjournal.ch
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 © mol
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Eine Shell-Sprecherin begründete die hohen Preise mit dem Anstieg der Wiederbeschaffungskosten am Rohstoffmarkt in Rotterdam. Dort habe eine Tonne Superbenzin am 1. Januar 921 Dollar gekostet, am 1. März 1.105 Dollar und am 23. März 1.149 Dollar. Der Preisdruck bei Super bleibe bestehen, sagte sie. Bei Diesel dagegen habe sich die Lage etwa entspannt, weil die Heizsaison zu Ende geht und damit weniger Heizöl verbrannt wird.

Nach Angaben aus Handelskreisen fließen zurzeit große Mengen Benzin von Europa nach China, dem Land mit dem größten Automarkt der Welt.

Erst am Mittwoch hatte der ADAC berichtet, der Benzinpreis sei mit 1,66 Euro pro Liter E10 wieder auf dem bisherigen Höchststand angekommen. Der Dieselpreis lag dagegen mit 1,53 Euro leicht niedriger als in der Vorwoche. Der Club sagte bereits weitere Steigerungen voraus. Die Erfahrung lehre, dass die Spritpreise vor den Ferien meist stärker zulegten, erklärte der Verkehrsclub.

dapd

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