Kontroverser Facebook-Post

Hans Söllner verrät seine Wahlentscheidung - und tritt eine Debatte los

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Hans Söllner hat sich vor der Bundestagswahl zu Wort gemeldet

Hans Söllner ist bekannt für seine Lieder - und klare Kante in politischen Fragen. Mit zwei Posts zur bevorstehenden Bundestagswahl hat er jetzt für Diskussionen gesorgt.

München - Hans Söllner ist in Bayern eine Marke. Auch, weil der Liedermacher in politischen Fragen gerne mal in drastischen Worten unbequeme Positionen äußert. Am frühen Montagmorgen hat Söllner auf Facebook nun seine „Wahlentscheidung“ zur bevorstehenden Bundestagswahl verkündet - und eine kontroverse Debatte in der Kommentaren ausgelöst.

Eigentlich ähnelte der Ausgangs-Post des Musikers dabei eher einem lyrischen Wunschzettel: „Das werde ich wählen. Oder wenigstens einen Teil davon“, erklärte Söllner. Dann startete er seine Aufzählung. „Licht und Farben“, „Anstand“, „Eine Welt ohne Grenzen und Zäune“, „Gesunde Lebensmittel. Klares Wasser.“, „Legalisierung von Hanf“, „Kühe mit Hörnern“ oder auch „ein bedingungsloses Grundeinkommen“, fanden sich darin.

„Freiheit muass weh doa!“

„Das wähle ich seit 62 Jahren“, schrieb Söllner. Und: „Freiheit muass weh doa!“ Einige seiner Follower hatten für den ziemlich frei auslegbaren Post aber eine klare Deutung - nämlich als Aufforderung zum Nichtwählen. Das sorgte für Proteste.

„Es muass weh doa!, pflichtete etwa ein User zunächst bei. Betonte dann aber eine andere Sicht der Dinge: „Und das tut es - z.B. wenn ich meine Stimme nutze und dafür kämpfe!“. „Mal an alle die so gegen das Wahlrecht sind und drauf scheißen. Euch wäre wohl eine Monarchie oder Diktatur lieber. Es gibt leider nix anderes“, protestierte ein anderer. 

„Dass keine Nazis und Faschisten ins Parlament kommen, ‚do muasst scho a bisserl wos dua dafür!!‘ Bitte geh auch du wählen!!!“, forderte ein weiterer Nutzer.

...geht Hans Söllner doch wählen?

Womöglich war die Nichtwahl-Aufregung letztlich aber auch völlig unnötig: Söllner selbst beteiligte sich zwar nicht an der Debatte. Dafür legte er einen weiteren Post nach - der eine ganz andere Interpretation zulässt. „Tierschutz Partei!“ schrieb er am Montagvormittag über seinen Text „Tiere“. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: „Jetzt doch wählen? Gut so!“, freute sich ein Follower.

Passen könnte die Entscheidung zu Söllner: Schließlich wettert der gebürtiger Bad Reichenhaller schon länger gegen die konventionelle Landwirtschaft.

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Hier finden Sie am 24. September das Wahlergebnis sowie Karten aus allen Wahlkreisen Deutschlands.

So tierfreundlich sind die Parteien der Bundestagswahl 2017.

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fn

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