Neue Umfragewerte zur Bundestagswahl

Umfrage-Hoch für SPD: Scholz überholt Baerbock - er sitzt nun Laschet und der Union im Nacken

Umfrage-Hoch für Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Er liegt weit vor Annalena Baerbock und Armin Laschet. SPD, Grüne und Union leisten sich einen Dreierkampf auf Augenhöhe.

Köln – Laut neuen Ergebnissen des RTL/ntv-Trendbarometers zur Bundestagswahl überholen die Sozialdemokraten die Grünen. Und die Union hat nur noch einen Vorsprung von zwei Prozentpunkten gegenüber der SPD. So knapp war es zwischen den beiden Volksparteien zuletzt im März 2017.

Die Parteien schneiden in der Umfrage mit folgendem Ergebnis ab: Der Sturzflug der Union ist vorerst gestoppt. Sie verharren bei 23 Prozent. Die SPD kann ihre Aufholjagd weiter ausbauen und zieht mit 21 Prozent an den Grünen, die bei 19 Prozent liegen, vorbei. Die Grünen und die Linken, 6 Prozent, verlieren jedoch einen Punkt zur Vorwoche. Die FDP ist derzeit bei 12 Prozent und die Umfragewerte der AFD bleiben unverändert bei 10 Punkten.

ParteienUmfrage vom 18.08.21Bundestagswahl 2017
CDU/CSU23 %32,9%
SPD21 %20,5%
Grüne19 %8,9%
FDP12 %10,7%
Linke6 %9,2%
AFD10 %12,6%

Umfrage zur Bundestagswahl: Union oder SPD könnten den Kanzler stellen – Grüne nicht

Würde schon jetzt in Deutschland gewählt, könnten Union oder SPD den Kanzler stellen. Die 748 Mandate würden wie folgt verteilt: CDU*/CSU bekämen 192 Sitze. Die SPD könnten 172 Abgeordnete stellen, die Grünen 155 und die FDP 98. AFD würde mit 82 Sitzen in den Bundestag einziehen und die Linke mit 49.

Im Vergleich zur Bundestagswahl von 2017 bedeutet das einen deutlichen Zuwachs für die Grünen mit 88 Sitzen. Auch die SPD könnte 19 weitere Abgeordnete nach Berlin senden und die FDP 18. Aber wo Gewinner da Verlierer: Herbe Rückschläge müsste die Union verzeichnen. Ganze 54 Sitze hätte CDU/CSU aufzugeben. Die Linke würden 20 und die AFD 12 Mandate verlieren.

Umfrage zur Bundestagswahl: Die Ampel-Koalition könnte eine Mehrheit bilden

Eine Regierung kann erst gebildet werden, wenn sich 374 Abgeordneten aus einer oder mehreren Parteien zusammenschließen. Mit den aktuellen Zahlen der Umfrageergebnisse sähe das wie folgt aus: Eine schwarz-rot-gelbe Regierung hätte zur Zeit mit 462 die Mehrheit. Auch eine Jamaika-Koalition ist realistisch. 445 Sitzen hätten dann Union, Grüne und FDP. Ein Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP könnte 425 Sitze vereinen. Aktuell könnte sogar eine Koalition mit SPD, Grüne und Linke eine knappe Mehrheit mit 376 Sitzen bilden.

Umfrage zur Bundestagswahl: Bei der Kanzlerfrage schneidet Olaf Scholz am besten ab

Olaf Scholz* wollen 29 Prozent der Befragten zum neuen Kanzler. Drei Prozentpunkte kommen im Vergleich zur Vorwoche dazu. Damit kann der SPD-Kandidat seinen Vorsprung zu Armin Laschet* weiter ausbauen. Der Unions-Kandidat hat derzeit das schlechtes Umfrageergebnis. Dieses verharrt unverändert bei 12 Prozentpunkten. Die grüne Kandidatin Annalena Baerbock* hat aktuell 15 Prozent, einen Punkt weniger gegenüber der Vorwoche.

Olaf Scholz, Kanzlerkandidat und Spitzenkandidat der SPD schneidet mit den besten Umfragewerten ab.

Für die SPD und Olaf Scholz bedeuten die neuen Umfragewerte einen erheblichen Aufschwung der Kanzlerkandidatur. Der Abwärtsbewegung von Armin Laschet zeichnet sich jedoch fünf Wochen vor der Wahl immer deutlicher ab. Und auch 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Unions-Werte so schlecht bleiben oder sich sogar noch weiter verschlechtern. Selbst ein Viertel der Unions-Anhänger glauben nicht, dass Laschet den Aufschwung bis zur Wahl schafft.

Die Ergebnisse von Wahlumfragen bilden allerdings nur einen gewissen Trend ab. Klar ist, die Umfragebewegung ist aktuell sehr sprunghaft. Es gibt immer häufiger Wechselwähler und viele Wahlentscheidungen werden kurzfristig getroffen. Das Markt- und Meinungsforschungsintitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL gibt eine statistische Fehlertoleranz von +/-2,5 Prozentpunkten an. (dpa, RTL/ntv, tr) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer/dpa

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