News zur Bundestagswahl 2021

Wahl-Krimi im Ticker: Vorläufiges Endergebnis liegt vor! SPD gewinnt Bundestagswahl, Debakel für Union

Die SPD kann die Bundestagswahl 2021 für sich entscheiden. Die Union fährt das schlechteste Ergebnis der Geschichte ein und rutscht auf Platz zwei. News-Ticker.

  • Im Rahmen der Bundestagswahl waren rund 60 Millionen Deutsche dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
  • Die SPD kann die Wahl gewinnen und landet vor der Union auf Platz eins. Die Grünen sichern sich den dritten Platz (siehe Updates vom 27. September, 6.35 Uhr).
  • Armin Laschet sorgte am Wahltag für eine Panne - der Wahlleiter klärt über die Konsequenzen aus (siehe Update vom 26. September, 15.25 Uhr).
  • Scholz und Laschet wollen die Koalitionsverhandlungen vor Weihnachten abschließen (siehe Update vom 26. September, 22.05 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 27. September, 6.35 Uhr: Nun ist das vorläufige Ergebnis für die Bundestagswahl da. Auf der Seite des Bundesswahlleiters heißt es:

  • SPD: 25,7 Prozent
  • Union: 24,1 Prozent
  • Grüne: 14,8 Prozent
  • FDP: 11,5 Prozent
  • AfD: 10,3 Prozent
  • Linke: 4,9 Prozent
  • SSW: 0,1 Prozent
  • Sonstige: 8,6 Prozent

Bundestagswahl: Vorläufiges Ergebnis - SPD siegt vor Union

Update vom 27. September, 05.04 Uhr: Die SPD hat die Bundestagswahl nach dem Ergebnis der Auszählung aller Wahlkreise gewonnen. Erstmals seit mehreren Jahren legte sie wieder zu und kam auf 25,7 Prozent, wie in der Nacht zu Montag auf der Website des Bundeswahlleiters ersichtlich war. Die CDU/CSU stürzte dagegen nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel mit 24,1 Prozent auf ein Rekordtief. Die Grünen errangen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte und wurden drittstärkste Kraft. Die FDP verbesserte sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutschte mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke stürzte auf 4,9 Prozent.

Update vom 26. September, 23.40 Uhr: Noch immer sind nicht alle Wählerstimmen bundesweit ausgezählt, doch die Tendenz scheint sich auch in den aktuellen Hochrechnungen zu verfestigen. Geht es nach der ARD setzt sich die SPD auch weiterhin mit 25,8 Prozent deutlich ab, die CDU/CSU liegt demnach bei 24,1 Prozent. Die Grünen 14,6 Prozent, die FDP 11,5 Prozent, AfD 10,5
Prozent, die Linke 4,9 Prozent und Sonstige bei 8,6 Prozent.

Geht es nach den Zahlen des ZDF liegt die CDU/CSU aktuell bei 24,5 Prozent und die SPD bei 26 Prozent. Die Grünen 13,9 Prozent, die FDP 11,7 Prozent, AfD 10,5 Prozent, die Linke 5,0 Prozent und Sonstige bei 8,4 Prozent.

Für die Linke bahnt sich eine regelrechte Zitterpartie an, die Partei könnte jedoch auch in Fraktionsstärke in den neuen Bundestag einziehen, falls sie knapp unter 5 Prozent bleiben sollte (siehe Update vom 26. September, 23.31 Uhr).

Wahl-Krimi im Ticker: Hochrechnungen mit klarer Tendenz im Laschet-Scholz-Duell - Zitterpartie für Linkspartei

Update vom 26. September, 23.31 Uhr: Die Linke ringt weiter mit der Fünfprozenthürde - die Partei dürfte aber dennoch beinahe sicher in Fraktionsstärke in den neuen Bundestag einziehen. Nach Angaben aus Fraktionskreisen hat die Linke mit großer Sicherheit mindestens drei Direktmandate bei der Bundestagswahl geholt. Die Abgeordneten Gregor Gysi und Gesine Lötzsch in Berlin sowie Sören Pellmann in Leipzig hätten demnach „so gut wie sicher“ die Direktmandate in ihren Wahlkreisen gewonnen, hieß es. Die Auszählung sei so gut wie abgeschlossen. 

Hintergrund ist die sogenannte Grundmandatsklausel: Erreicht eine Partei drei oder mehr Direktmandate, wird die Fünf-Prozent-Sperre außer Kraft gesetzt und es erfolgt eine Mandatsvergabe nach Zweitstimmenergebnis. 

Update vom 26. September, 22.40 Uhr: Und erneut kann die SPD ein wenig Boden gut machen und den Abstand zur CDU/CSU vergrößern. In der aktuellen Hochrechnung der ARD verzeichnet die CDU/CSU rund 24,1 Prozent, die SPD 25,9 Prozent, die Grünen 14,7 Prozent, die FDP 11,5 Prozent, die Afd 10,4 Prozent, die Linke 5,0 Prozent und Sonstige 8,4 Prozent.

In der aktuellen Hochrechnung des ZDF verzeichnet die CDU/CSU rund 24,5 Prozent, die SPD 26,0 Prozent, die Grünen 13,9 Prozent, die FPD 11,7 Prozent, die AfD 10,5 Prozent, die Linke 5,0 Prozent und Sonstige 8,4 Prozent.

In beiden Hochrechnungen steht die Linke bei exakt 5,0 Prozent. Die Partei balanciert also weiter am Abgrund, muss bis zur letzten Sekunde um den Einzug in den Bundestag zittern.

Bundestagswahl 2021 live: Landeswahlleiterin: Keine Verzerrung durch späte Stimmabgabe

Update vom 26. September, 22.25 Uhr: Während die Wahllokale bundesweit um 18 Uhr ihre Türen geschlossen hatten, wurde vielerorts in Berlin noch weiter gewählt. Doch die Berliner Landeswahlleiterin Petra Michaelis erwartet keine Verzerrung der Wahlergebnisse durch die späte Stimmabgabe mancher Berlinerinnen und Berliner. „Ich gehe davon aus, dass die Leute, die sich in der Schlange angestellt hatten, noch unbeeinflusst ihre Stimmen abgeben konnten und dass sich daraus keine Wahlfehler ergeben, sagte sie am Abend im RBB.

Laut Bundeswahlrecht könnten alle ihre Stimme abgeben, die sich bis 18.00 Uhr in die Schlange vor einem Wahllokal eingereiht hätten. Ihr sei gemeldet worden, dass das auch so passiert sei, sagte Michaelis. Sie könne sich nicht erklären, warum in manchen Wahllokalen zwischenzeitlich Stimmzettel gefehlt hätten. „Wir haben natürlich für alle Wahlberechtigten für alle Wahlen, die anstehen, ausreichend Stimmzettel bestellt.“ Es seien prozentual auf die Wahlberechtigten 110 bis 120 Prozent Stimmzettel verfügbar gewesen.

Michaelis verwies darauf, dass der Berliner Marathon die Auslieferung von Stimmzetteln womöglich behindert habe. „Die Vielzahl der Ereignisse ist für die Abhaltung einer Wahl nicht das Beste“, sagte sie. Die Organisatoren des Marathons hatten zuvor schon Schuld von sich gewiesen. Es seien alle Zusagen gegenüber den Institutionen eingehalten worden.

Bundestagswahl 2021 live: Scholz und Laschet wollen Koalitionsverhandlungen vor Weihnachten abschließen

Update vom 26. September, 22.05 Uhr: SPD und Union haben nach der Bundestagswahl dafür geworben, ihre jeweiligen Koalitionsverhandlungen über eine neue Bundesregierung vor Weihnachten abzuschließen. Es müsse alles dafür getan werden, „dass wir vor Weihnachten fertig sind“, sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Sonntagabend in der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF. „Ein bisschen vorher wäre auch noch gut.“

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sprach sich in derselben Sendung gegen eine lange Phase von Sondierungen vor eigentlichen Koalitionsverhandlungen aus. „Ich finde, dafür haben wir nicht die Zeit“, sagte der CDU-Chef. Er verwies darauf, dass Deutschland kommendes Jahr die Präsidentschaft der Gruppe großer Industrieländer (G7) habe. Auch deshalb müsse „die neue Regierung sehr zeitnah ins Amt kommen“ und es einen Abschluss der Koalitionsverhandlungen „auf jeden Fall vor Weihnachten geben“.

Bundestagswahl 2021 live: SPD baut Vorsprung weiter aus - Aktuelle Zahlen veröffentlicht

Update vom 26. September, 21.30 Uhr: Der Vorsprung der SPD hatte sich bereits bei der letzten Hochrechnung angedeutet, nun scheint die Partei ihren minimalen Vorsprung weiter auszubauen. Das zeigen aktuelle Hochrechnungen der ARD und ZDF. Während die ARD den Vorsprung der SPD im Vergleich zur CDU/CSU mit 1,2 Prozent angibt (SPD 25,7 und CDU/CSU mit 24,5 Prozent), verortet das ZDF den Vorsprung mit 1,5 Prozent (CDU/CSU 24,5 Prozent und SPD 26 Prozent).

Bundestagswahl 2021 live: SPD setzt sich in Hochrechnung langsam ab - Söder verteilt im TV „Klatsche“ für Scholz

Update vom 26. September, 20.40 Uhr: CSU-Chef Markus Söder sieht in den vorläufigen Ergebnissen der Bundestagswahl ein Misstrauensvotum gegen den SPD-Spitzenkandidaten Olaf Scholz. Eine mögliche Koalition aus SPD, Linken und Grünen habe „eine Klatsche“ bekommen, sagte Söder am Sonntagabend in der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF. „Die Deutschen möchten nicht Rot-Rot-Grün.“ Dies sei indirekt auch ein Misstrauen gegen Scholz, weil er diese Idee favorisiert habe.

Es brauche kein Bündnis des Gestern, sondern eine Idee, wie Deutschland stabil bleibe und man es erneuern könne. „Ich glaube, dass wir diesen Anspruch gut mit Armin Laschet dokumentieren können, vielleicht mit der FDP und mit den Grünen zusammen, weil ich glaube, da ist der größte Wunsch nach Veränderung da.“

Auf die Frage, ob die Union mit ihm als Kanzlerkandidaten besser abgeschnitten hätte, sagte Söder: „Das ist wirklich Schnee von gestern.“ Die Union habe einen tollen Schlussspurt hingelegt. „Ich habe großen Respekt vor Armin Laschet.“ Ihm sei viel Unrecht getan worden im Wahlkampf.

Bundestagswahl 2021 live: Wahlpanne in Wuppertal - falsche Stimmzettel ausgegeben

Update vom 26. September, 20.15 Uhr: In Wuppertal ist es bei der Bundestagswahl zu einer Panne gekommen. Im Stimmbezirk 187 seien Stimmzettel des benachbarten Wahlkreises mit den falschen Direktkandidaten ausgegeben worden, sagte Kreiswahlleiter Johannes Slawig am Sonntagabend auf Anfrage.

Es handele sich um 203 von 433 Stimmzetteln, bei denen die Erststimmen bereits für ungültig erklärt worden seien. In einem weiteren Stimmbezirk seien es sechs Stimmzettel gewesen. Die Ursache sei unklar. Unglücklicherweise sei der Fehler bei der Ausgabe der Stimmzettel im Wahllokal nicht aufgefallen, sondern erst später.

Sollte der Fehler mandatsrelevant werden, also das Ergebnis der Direktwahlen sehr knapp ausfallen, müsste in dem Stimmbezirk
nachgewählt werden. Darüber werde der Wahlausschuss am kommenden Mittwoch entscheiden. „Radio Wuppertal“ hatte zuerst berichtet.

  • ARD-Hochrechnung von 19.59 Uhr: CDU/CSU (24,5), SPD (25,5), Grüne (13,8), FDP (11,7), AfD (10,9), Linke (5,0)
  • ZDF-Hochrechnung von 20.13 Uhr: CDU/CSU (24,5), SPD (25,9), Grüne (14,1), FDP (11,7), AfD (10,6), Linke (5,0)

Bundestagswahl 2021 live: Die nächste Hochrechnung zeigt - SPD setzt sich offenbar ab

Update vom 26. September, 20 Uhr: Die neueste Hochrechnung der ARD zeigt: die SPD scheint sich langsam aber sicher abzusetzen. Demnach könne die CDU/CSU 24,5 Prozent bislang hinter sich versammeln, die SPD 25,5 Prozent.

Update vom 26. September, 19.50 Uhr: Lange Schlangen bis zum Schluss: In Berlin warteten Wählerinnen und Wähler teilweise deutlich nach 18 Uhr immer noch darauf, um ihre Kreuze zu setzen. In einem Wahllokal im Bezirk Pankow hatten die Letzten gegen 18.45 Uhr ihre Stimmen abgegeben, in Reinickendorf standen gegen 19.00 Uhr noch bis zu 20 Menschen auf dem Gehweg vor einem Wahllokal. Im Wilmersdorf wurde an einer Stelle um 19.30 Uhr die letzte Stimme abgegeben. Wann die letzten Wahllokale die Türen schlossen, war unklar. Die Landeswahlleitung war dazu am Abend telefonisch nicht zu erreichen.

Als Regel gilt, dass noch alle ihre Stimme abgeben durften, die sich bis zur offiziellen Schließung der Wahllokale dort eingereiht haben. „Nach Ablauf der Wahlzeit eintreffenden Personen ist der Zutritt zur Stimmabgabe zu sperren“, schrieb der Bundeswahlleiter bei Twitter.

Update vom 26. September, 19.25 Uhr: Die Union hat fast 1,4 Millionen Stimmen von Wählerinnen und Wählern an die SPD verloren. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap für die ARD entschieden sich 1,36 Millionen ehemalige CDU-/CSU-Wählerinnen und -Wähler bei der Bundestagswahl am Sonntag für die Sozialdemokraten; darunter waren vor allem ältere Menschen und Frauen. Außerdem habe die Union 900.000 Stimmen an die Grünen und 340.000 Stimmen an die FDP verloren.

Bundestagswahl 2021 live: Die zweite Hochrechnung ist da!

Update vom 26. September, 19.15 Uhr: Und die zweite Hochrechnung der ARD ist da! Demnach liefern sich die CDU/CSU und die SPD noch immer ein dichtes Rennen. CDU/CSU: 24,7 Prozent, SPD 24,9 Prozent, AfD 11,1 Prozent, FDP 11,7 Prozent, Linke 5 Prozent, Grüne 14,6 Prozent und Sonstige 8 Prozent.

Update vom 26. September, 19.10 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich hocherfreut über das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl geäußert. „Natürlich freue ich mich über das Wahlergebnis“, sagte Scholz am Sonntagabend in Berlin. „Das ist ein großer Erfolg.“ Viele Wählerinnen und Wähler hätten deutlich gemacht, dass sie einen „Wechsel in der Regierung“ wollten und dass der nächste Kanzler Olaf Scholz heißen solle.

Update vom 26. September, 18.55 Uhr: Während Annalena Baerbock auf der Grünen-Wahlparty erklärt: „Wir wollten mehr“, zeigt sich auch Armin Laschet mit dem Ergebnis nicht vollauf zufrieden: „Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein“. Laschet erklärt, dass der Ausgang der Wahl so noch völlig unklar sei. „Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte
Bundesregierung. Deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, so Laschet.

Bundestagswahl 2021 live: Die erste Hochrechnung ist da!

Update vom 26. September, 18.45 Uhr: Und die erste Hochrechnung ist da! Und auch hier zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, CDU und SPD liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die ARD sieht CDU/CSU mit der SPD nahezu gleichauf:  Die SPD erzielte demnach 24,9 Prozent, die CDU/CSU 24,7 Prozent. Nach den am Sonntag um 18.45 Uhr veröffentlichten Zahlen von Infratest dimap kamen die Grünen auf 14,8 Prozent; die AfD lag bei 11,3 Prozent und die FDP bei 11,2 Prozent. Die Linke musste mit 5,0 Prozent um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen.

Das ZDF sieht die SPD 1,6 Prozentpunkte in Führung. Klar ist: das wird ein langer Abend. Wie die ARD berichtet wird beispielsweise in Berlin noch immer gewählt, lange Schlangen hatten sich noch vor 18 Uhr vor den Wahllokalen gebildet.

Bundestagswahl 2021 live: CDU und SPD eng beieinander, Tiefschlag für Grüne - Erste Zahlen und Stimmen

Update vom 26. September, 18.30 Uhr: Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Anton Hofreiter, ist mit dem Abschneiden seiner Partei in den Prognosen zur Bundestagswahl unzufrieden. Dem Bayerischen Fernsehen sagte er: „Wir hätten uns mehr erhofft.“ Jetzt gehe es darum, das Beste aus dem Ergebnis zu machen. Erst einmal aber freue er sich, dass das Ergebnis der Grünen deutlich stärker sei als bei der vorherigen Bundestagswahl. Auf die Frage nach der favorisierten Koalition antwortete Hofreiter zurückhaltend: Der Wahlabend werde noch spannend, erst müsse man schauen, „was insgesamt raus kommt“. Hofreiter trat auf Platz 2 der bayerischen Landesliste an.

Update vom 26. September, 18.20 Uhr: SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hat das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl als einen „grandiosen Erfolg“ gewertet. „Das ist ein Vertrauensbeweis der Bürgerinnen und Bürger für Olaf Scholz“, sagte Heil am Sonntagabend in der ARD. Mit Blick auf das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Union um Platz eins sagte er, der Abend sei noch jung.

Update vom 26. September, 18.15 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht nach der Bundestagswahl einen klaren Regierungsauftrag für die Sozialdemokraten. „Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht“, sagte Klingbeil am Sonntagabend wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale im ZDF - die Prognose des Senders sah die SPD mit 26 Prozent zwei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, hob Klingbeil weiter hervor.

Bundestagswahl 2021 live: CDU und SPD liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen! Erste Zahlen da

Update vom 26. September, 18.01 Uhr: Und auch bei den Zahlen des ZDF zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Mit 26 Prozent führt hier die SPD minimal, dicht gefolgt von der CDU/CSU mit 24 Prozent, die Grüne mit 14,5 Prozent, FDP 12 Prozent, AfD 10 Prozent, Linke 5 Prozent und Sonstige mit 8,5 Prozent.

Update vom 26. September, 18.01 Uhr: Und die ersten Prognosen sind da! Wie unter anderem in der ARD zu sehen ist belegt die CDU/CSU in der ersten Prognose 25 Prozent , die SPD ebenfalls 25 Prozent, die Grünen 15 Prozent, FDP 11 Prozent, Linke 5 Prozent, Afd 11 Prozent und Sonstige mit 8 Prozent. Für die CDU/CSU wäre das ihr historisch schlechtestes Ergebnis.

Update vom 26. September, 17.50 Uhr: Noch etwa zehn Minuten, dann ist mit den ersten Prognosen zu rechnen.

Update vom 26. September, 17 Uhr: Noch etwa eine Stunde, dann schließen die Wahllokale bundesweit. Wie die Bild berichtet ist der Andrang besonders in Berlin groß, Wähler müssen mitunter über eine Stunde in der Schlange warten. Fehlende Wahlzettel und ein zeitgleich stattfindender Marathon hatten das Chaos perfekt gemacht. Wie das Blatt weiter berichtet dürfen jedoch alle Wähler, die sich bis 18 Uhr in der Schlange eingefunden haben, ihr Kreuz noch setzen.

Bundestagswahl 2021 im Ticker: Erste Zahlen zeigen niedrige Wahlbeteiligung - doch das hat einen konkreten Grund

Update vom 26. September, 16.10 Uhr: Alle Augen dürften an diesem Tag auf die Bundestagswahl gerichtet sein, doch wie hoch ist die Wahlbeteiligung deutschlandweit? Bis die endgültigen Zahlen vorliegen dauert es zwar noch etwas, schließlich sind die Wahllokale noch bis 18 Uhr geöffnet, doch erste Zahlen bis 14 Uhr liegen bereits vor.

Wie der Bundeswahlleiter mitteilte haben bis zum frühen Nachmittag weniger Wählerinnen und Wähler als vor vier Jahren ihre Stimme abgegeben. Bis 14.00 Uhr wählten demnach 36,5 Prozent der Wahlberechtigten. Das waren 4,6 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Aber: die Stimmen der Briefwähler sind dabei nicht berücksichtigt.

„Die aktuell ermittelte Wahlbeteiligung liegt erwartungsgemäß unter dem Wert von 2017, da wir von einem deutlich erhöhten Anteil von Briefwählerinnen und Briefwählern ausgehen, deren Wahlbeteiligung zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Ermittlung des endgültigen Wahlergebnisses festgestellt wird“, erklärte Bundeswahlleiter Georg Thiel.

Zur Abstimmung aufgerufen sind 60,4 Millionen Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung insgesamt hatte vor vier Jahren 76,2 Prozent betragen; der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler damals betrug 28,6 Prozent.

Bundestagswahl 2021: Armin Laschet sorgt für Diskussionen - Skurrile Szene in Wahllokal

Update vom 26. September, 15.25 Uhr: Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl den Stimmzettel so gefaltet, dass beim Einwerfen in die Urne seine Kreuze für die CDU zu sehen waren (siehe Update vom 26. September, 12.35 Uhr). Die Szene in Laschets Wahllokal in Aachen sorgte am Sonntag im Netz prompt für Diskussionen. Auch die Wahlentscheidung von Laschets Frau, die ebenfalls kurz darauf ihre Stimme abgab, ist zum Teil auf den Fotos erkennbar. Auf Twitter wurde daraufhin diskutiert, ob der nordrhein-westfälische Ministerpräsident auf korrekte Art und Weise seine Stimme abgegeben hat.

Der Bundeswahlleiter wies am Nachmittag über Twitter darauf hin, dass es nicht überraschend sei, dass Laschet seine eigene Partei gewählt habe. „Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden.“ Wenn es zu einer „Fehlfaltung“ komme, sei vorgesehen, dass der Wahlvorstand einen neuen Stimmzettel austeilt. „Gelangt der Stimmzettel dennoch in die Wahlurne, kann er nicht mehr aussortiert werden und ist gültig.“ Laschet konnte seinen Stimmzettel einwerfen.

Bundestagswahl 2021: Wahlbeteiligung in München bis mittags hoch

Update vom 26. September, 13.40 Uhr: Zahlen zur bundesweiten Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl gab es bis zum Mittag noch nicht. In mehreren Großstädten lag die Beteiligung bis zum späten Vormittag aber höher als bei der Bundestagswahl 2017, wobei dabei auch der Anstieg bei der Briefwahl eine Rolle spielte. In der bayerischen Landeshauptstadt München beispielsweise hatten bis 11 Uhr schon knapp 60 Prozent der Wähler gewählt - einschließlich Briefwahl. Ein ähnlicher Wert war bei der letzten Bundestagswahl erst gegen 14 Uhr erreicht worden. Der Bundeswahlleiter wird am Nachmittag einen Zwischenstand zur Wahlbeteiligung bekanntgeben. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor per Briefwahl wählen.

Zahlreiche Menschen stehen in einer langen Schlange vor den Wahllokalen in Berlin.

Bundestagswahl: Laschet geht wählen - doch leistet sich Mega-Panne

Update vom 26. September, 12.35 Uhr: Viele Politiker-Größen haben bereits ihre Stimmen für die Bundestagswahl ab - darunter Olaf Scholz (SPD), Markus Söder (CSU) und auch Armin Laschet (CDU). Dem Unions-Kanzlerkandidaten passierte dabei jedoch eine Mega-Panne, sodass der Wahlvorstand ihn sogar hätte stoppen müssen. Denn er hatte seinen Stimmzettel falsch gefaltet, sodass alle sehen konnten, wo er seine Kreuze gemacht hatte.

Bundestagswahl 2021: Ärger in Berlin wegen Extra-Event - „Welcher Vollpfosten legt das bitte auf einen Tag?“

Update vom 26. September, 11.20 Uhr: Großer Wahltag in Deutschland, es geht um einen neuen Bundestag. In der Hauptstadt ist noch einmal mehr los: Dort geht es neben der Bundestagswahl auch um die Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses und einen Volksentscheid. Und nicht nur das: Auch Marathon ist an diesem Sonntag in Berlin. 25.000 Läufer gehen laut RBB auf die Strecke. Auf Twitter entbrennt ein Shitstorm, weil dieser auch die Wahl beeinflusst. „Welche Partei muss man wählen, damit man bei der nächsten Wahl nicht wieder von Marathon-Absperrungen beim Wählen behindert wird?“, schreibt eine Twitter-Userin.

„Ich habe mich auch schon schwarz geärgert... Welcher Vollpfosten legt das bitte auf einen Tag??“, kommentiert jemand anderes darunter. Außerdem mehren sich Vorschläge für Parteien, die derzeit nicht Berlin regieren (also nicht SPD, Grüne oder Linke heißen): „Tierschutz vermutlich. Regenwürmer sind von dem Getrappel ja auch ganz verwirrt“, heißt es etwa. Oder „Graue Panther?“ Aber auch AfD-Sympathisanten nutzen ihre Chance.

Bundestagswahl 2021: Tausende Straftaten im Wahlkampf

Update vom 26. September, 10.30 Uhr: Im Wahlkampf haben die Sicherheitsbehörden in den vergangenen Wochen laut Welt am Sonntag mehr als 4200 Straftaten registriert. Es handle sich vor allem um Sachbeschädigungen an Wahlplakaten, aber auch um Beleidigungen und tätliche Übergriffe, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Daten der 16 Landeskriminalämter. Im Vergleich zum Wahlkampf vor vier Jahren nahm die Zahl der Straftaten demnach deutlich zu.

Die meisten Taten meldeten demnach die Länder Niedersachsen (900), Bayern (520) und Baden-Württemberg (448). Das hessische Innenministerium machte keine konkreten Angaben. Die erfassten Taten stehen laut Welt am Sonntag zum Teil auch im Zusammenhang mit anderen Wahlkämpfen, etwa mit jenen für die ebenfalls am Sonntag anstehenden Abstimmungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die Behörden gehen davon aus, dass noch nicht alle Delikte gemeldet sind - Parteiverbände können auch noch nach der Wahl Sachbeschädigungen und andere Taten anzeigen, wie die WamS schrieb.

Am Samstag kam es im sächsischen Plauen noch zu einem Angriff auf einen Wahlkampfstand der Grünen: Dabei wurde eine Politikerin verletzt, Baerbock zeigte sich geschockt*.

Bundestagswahl 2021: Super-Wahltag hat begonnen - Spannende Wahlkreise mit Duell Scholz vs. Baerbock

Erstmeldung vom 26. September: Berlin - Der große Wahltag in Deutschland hat begonnen. Rund 60.000 Wahllokale haben am Sonntag um 8 Uhr geöffnet. Knapp 60,4 Millionen Bürger sind aufgerufen, bis 18 Uhr Erst- und Zweitstimme abzugeben und so über die Zusammensetzung des neuen Bundestags zu entscheiden. Etwa 2,8 Millionen Bürger nehmen erstmals an einer Bundestagswahl teil. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl.

Bundestagswahl in Deutschland: Kopf-an-Kopf-Rennen möglich - Wahlausgang offen

Nach letzten Umfragen könnte es ein ganz knappes Rennen werden. Die Union konnte zuletzt etwas Boden in Richtung SPD gut machen. Aufgrund einiger unentschlossener Wähler ist unklar, wer am Ende stärkste Kraft werden wird.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief vor Öffnung der Wahllokale zur Stimmabgabe auf. „Jede Stimme zählt - Ihre Stimme zählt. Daher bitte ich Sie: Gehen Sie heute zur Wahl!“, schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag. Demokratie lebe vom Einmischen und Mitmachen. „Wer mitmacht, wird gehört. Wer nicht wählt, lässt andere für sich entscheiden“, so Steinmeier.

Die Union und ihr Kanzlerkandidat Armin Laschet standen vor der Wahl unter immensem Druck. Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) tritt nach 16 Amtsjahren nicht mehr an. Als wahrscheinlich scheint, dass Deutschland künftig von einem Dreier-Bündnis regiert wird. Derzeit sind den Umfragen zufolge verschiedene Dreier-Bündnisse möglich, neben einer Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken sowie eine CDU-geführte Koalition mit Grünen und FDP.

Ein Wähler gibt seine Stimme zur Bundestagswahl 2021 ab.

Ergebnis der Bundestagswahl 2017: Union vor SPD, Grüne kleinste Fraktion

Aus der Bundestagswahl im Jahr 2017 gingen CDU und CSU mit 32,9 Prozent als stärkste Kraft hervor. Die SPD kam auf 20,5 Prozent, die AfD wurde mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft. Dahinter folgten FDP (10,7 Prozent), Linke (9,2) und Grüne mit 8,9 Prozent.

Neben der Bundestagswahl finden zu dem Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus statt. Außerdem kommt es in Niedersachsen zu Stichwahlen und in Berlin wird über den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ abgestimmt.

Bundestagswahl 2021: Einige spannende Wahlkreise

Auch in mehren Wahlkreisen wird es bei der Wahl des Direktmandaten spannend. So gibt es in Potsdam (Wahlkreis 61) eine besondere Konstellation: Zwei Kanzlerkandidaten treten im direkten Schlagabtausch gegeneinander an - Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne). Spannend auch der Wahlkreis Saarlouis (Nummer 297): Dort treten unter anderem zwei Bundesminister an - Peter Altmaier (CDU) und Heiko Maas (SPD). Außerdem werde viele Blicke nach Südthüringen gehen (Suhl, Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg - Wahlkreis 196). Dort kandidiert Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. Im Vorfeld gab es über diese Personalie der CDU viele Diskussionen. (dpa/cibo)

Rubriklistenbild: © Fotos: Ina Fassbender/Federico Gambarini/dpa | Bearbeitung: IPPEN.MEDIA

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