Bundeswehrreform: Herrmann sieht Bestätigung

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CSU-Innenminister Joachim Herrmann sieht seine Bedenken gegen die Bundeswehrreform bestätigt

München - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von der CSU fühlt sich bestätigt: Seine Bedenken zur Bundeswehrreform treten vermutlich ein. Ein besonderes Problem sieht er bei den Standorten.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sieht sich in seinen Bedenken gegen die Bundeswehrreform bestätigt. “Ich habe immer eine Gesamtanalyse gefordert, bei der die Auswirkungen einer Bundeswehrreform und einer Aussetzung der Wehrpflicht auf alle anderen tangierten Bereiche umfassend geprüft werden“, teilte Herrmann am Freitag in München mit.

Insbesondere fehle eine Antwort auf die Frage, “wie anstelle der Wehrpflichtigen künftig genügend Freiwillige für den Wehrdienst rekrutiert werden können“. Dies sei nicht nur eine Frage des Geldes, “sondern auch unseres Patriotismus“. Schon zuvor war Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wegen großer Probleme bei der Reform vom gestürzten CSU-Hoffnungsträger Karl-Theodor zu Guttenberg abgerückt.

Wehrpflich und Zivildienst

Wehrpflicht und Zivildienst

Herrmann befürchtet zudem gravierende Auswirkungen auf die Bundeswehrstandorte im Freistaat. “In Bayern haben wir ein besonderes Interesse, dass Standortschließungen keinesfalls zulasten des ländlichen Raumes gehen“, teilte er mit. Vor allem müsse aber klar sein, welche Ziele und Aufgaben die Bundeswehr der Zukunft im Ausland wie im Inland verfolgen soll. “Ich gehe davon aus, dass unter diesen Aspekten die ambitionierten Sparziele viel zu hoch gesteckt sind.“

dpa

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