Regierungsfraktionen lehnt Auskunft ab

Haderthauer: Kein Wort zur Modellauto-Affäre

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Christine Haderthauer und Ehemann Hubertus

München - Die Opposition im Bayerischen Landtag hatte sich einen schönen Fragenkatalog zurechtgelegt. Doch die Regierungsfraktionen (CSU und FDP) lehnten am Donnerstag eine Auskunft ab.

Die Opposition im Bayerischen Landtag hatte sich einen schönen Fragenkatalog zurechtgelegt. Inklusive Unterpunkte wollten SPD und Grüne 13 Antworten von Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) zu den Modellbau-Aktivitäten erfahren, in die sie und ihr Mann Hubertus involviert sein sollen. Doch die Regierungsfraktionen (CSU und FDP) lehnten am Donnerstag eine Auskunft ab.

Die SPD wirft Haderthauer Vernachlässigung ihrer Fachaufsicht vor, die Grünen zweifelhafte Amtsführung. Anlass waren Berichte des Spiegel über Geschäfte Haderthauers und ihres Mannes mit Luxusmodellautos, die immense Preise auf Auktionen erzielten. Verkauft wurden die Modelle von der heute noch existierenden Firma Sapor, an der Hubertus Haderthauer beteiligt war, gebaut wurden die Autos von psychisch kranken Straftätern im Rahmen einer Arbeitstherapie Modellbau. Interessant dabei zu wissen: Hubertus Haderthauer ist als Psychiater Leiter der Landesgerichtsärztlichen Dienststelle am Landgericht Ingolstadt. Unter besagten Bastlern befand sich auch der hochgefährliche Mörder Roland S., der drei Männer auf bestialische Weise umgebracht hat.

2008 verkaufte Haderthauer seine Firmenbeteiligung – in dem Jahr, in dem seine Frau Sozialministerin wurde. In diesem Amt ist Christine Haderthauer zuständig für die Fachaufsicht über die forensische Psychiatrie.

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