Clinton: Iran-Sanktionen schnell verschärfen

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Die USA drücken bei der geplanten Verschärfung von Iran-Sanktionen aufs Tempo. Das hat Außenministerin Hillary Clinton bei einer Anhörung im Parlament signalisiert.

Washington - Die USA drücken bei der geplanten Verschärfung von Iran-Sanktionen aufs Tempo. Das hat Außenministerin Hillary Clinton bei einer Anhörung im Parlament signalisiert.

“Der Iran steht an der Spitze meiner Agenda“, sagte sie am Mittwoch in Washington. Allerdings ließ sie nicht durchblicken, wann sie eine neue Resolution im UN-Sicherheitsrat erwarte. Weiter sprach Clinton von “großartigen Erfolgen“, Russland im Atomstreit mit ins Boot zu holen. Schwieriger sei es dagegen, China für eine härtere Gangart gegen Teherans Pläne zu erwärmen, räumte sie ein. Auch die EU ist für eine harte Linie gegenüber Teheran. Die EU- Außenminister meinten kürzlich, sie hofften auf Einigkeit im Sicherheitsrat. Dafür sollten vor allem auch die Vetomächte Russland und China überzeugt werden, hieß es. Der Iran hat vor kurzem den Bau zweier neuer Anlagen zur Anreicherung von Uran angekündigt.

Das iranische Waffenarsenal

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Präsident Ahmadinedschad hat am Sonntag den Auftrag für die Produktion von hochangereichertem Uran erteilt - eine Geste der Provokation nach den Signalen des Einlenkens vor der Münchner Sicherheitskonferenz. © dpa
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Der Iran unterhält mit mehr als 520 000 Mann die größte Streitmacht im Nahen Osten. © dpa
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Noch bedrohlicher erscheint den Nachbarn und den Westmächten das abgeschirmte Nuklearprogramm des Landes. © dpa
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Der Westen befürchtet, dass das Mullah-Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangen will. © dpa
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Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat der Iran bereits. © dpa
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Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. © dpa
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Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 (auf dem Bild eine Shahab 3) könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. © dpa
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Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten. © dpa
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Ausgangsbasis für die Herstellung von Atomwaffen ist hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen. © dpa
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Der Westen bezweifelt, dass das Atomprogramm wie behauptet nur friedlichen Zwecken dient. © dpa
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Der UN-Sicherheitsrat hat 2006 erstmals den Stopp der Urananreicherung verlangt - ohne Erfolg, trotz späterer Sanktionen. © dpa
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Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Senator Joseph Lieberman jetzt mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, wenn Wirtschaftssanktionen nicht wirken sollten. © dpa
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Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte. Sie rätseln aber, wann ein funktionsfähiger Sprengkopf zur Verfügung steht. © dpa

Damit solle nach März begonnen werden, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi. Die USA und die EU fürchten, dass Teheran Atomwaffen entwickeln will. Dagegen betont Teheran, die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft sei unbegründet. Es gehe ausschließlich um friedliche Energiegewinnung. Der Iran sei nach wie vor bereit, den Austausch von niedrig angereichertem mit höher angereichertem Uran aus Frankreich und Russland umzusetzen. Allerdings müsse dieser Austausch auf iranischem Boden erfolgen. Das lehnt der Westen hingegen ab.

dpa

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