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Corona-General Breuer macht jetzt Hoffnung: Scholz‘ erstes Ziel bis Jahresende doch zu schaffen?

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Von: Luisa Billmayer

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Generalmajor Carsten Breuer zeigt sich zuversichtlich, die geplanten 30 Millionen Impfdosen bis Jahresende zu schaffen.
Generalmajor Carsten Breuer zeigt sich zuversichtlich, die geplanten 30 Millionen Impfdosen bis Jahresende zu schaffen. © Montage: Michael Matthey/dpa, Georg Wendt/dpa

Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen gelten derzeit als Brecher der vierten Corona-Welle. Olaf Scholz startete mit einer großen Mission in das Kanzleramt. Die Aussichten auf Erfolg sind derzeit nicht schlecht.

Berlin - Gleich zu Beginn seiner Amtszeit hat Olaf Scholz (SPD) ein großes Versprechen abgegeben: Er wolle bis Ende des Jahres 30 Millionen Impfungen* zum Schutz gegen das Coronavirus* verabreichen. Generalmajor Carsten Breuer, der seit Ende November den Corona-Krisenstab leitet, zeigt sich in den letzten zwei Wochen vor Jahresende zuversichtlich, dass dieses Ziel zu schaffen ist.

Corona-Krisenstab-Chef: „Die 30 Millionen sind zu schaffen“

„Wir rechnen von der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. November bis zum 31. Dezember. Wir haben jetzt 24.418.540 Menschen geimpft und jetzt noch knapp zwei Wochen Zeit. Die 30 Millionen sind zu schaffen“, sagte Breuer, der für die logistische Verteilung des Impfstoffes zuständig ist, der Bild am Sonntag.

Video: Regierungsklärung Olaf Scholz: Bis Jahresende „30 Millionen Impfdosen in die Oberarme“

Ein Blick in die Impfstatistik des Bundesgesundheitsministeriums zeigt, dass sich diese Zahl auf die vom 18. November bis 17. Dezember verimpften Dosen bezieht. Um die 30-Millionenmarke zu knacken, müssen in den vierzehn Tagen bis Jahresende, also noch rund 5,6 Millionen Dosen verabreicht werden. Pro Tag haben die Impfzentren und Arztpraxen also knapp 400 Tausend Impfungen pro Tag zu schaffen.

30 Millionen Corona-Impfungen bis Jahresende: Bisheriges Tempo macht Hoffnung

Seit 18. November wurden in Deutschland im Schnitt 810 Tausend Dosen täglich verimpft - also rund doppelt so viele. Breuers Ausblick scheint daher recht realistisch. Wobei aber noch nicht absehbar ist, ob die Impfzentren und Arztpraxen das Tempo auch in der Woche zwischen den Jahren halten werden können.

Unabhängig davon denkt Breuer schon über das Ziel der 30 Millionen Impfungen hinaus. „Das Auftauchen der Omikron-Mutation zeigt, dass wir künftig schnell auf neue Entwicklungen reagieren können müssen“, sagte Breuer gegenüber Bild am Sonntag. Daher plant der Krisenstab-Chef, die Impfzentren auf Bereitschaft zu halten. Auch wenn der Betrieb zwischenzeitlich eingestellt wird, sollen die Zentren innerhalb weniger Tage wieder einsatzbereit sein. „In der Zukunft wollen wir in der Lage sein, jederzeit den Großteil der Bevölkerung binnen Wochen zu impfen.“ (lb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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