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Kommen bald strengere Corona-Regeln? Lauterbach spricht schon von „weiteren Maßnahmen“

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Von: Andreas Schmid

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Scholz und Lauterbach auf Corona-Gipfel
Karl Lauterbach, hier mit Kanzler Olaf Scholz, kann sich weitere Corona-Maßnahmen vorstellen. © Michael Kappeler/dpa

Auf dem Corona-Gipfel wurden gerades erst Deutschlands neue Corona-Regeln beschlossen. Karl Lauterbach kann sich allerdings schon jetzt eine weitere Verschärfung vorstellen.

Berlin - Erst am Freitag haben sich Bund und Länder auf aktualisierte Corona-Regeln für Deutschland geeinigt*. Geht es nach Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach* (SPD), reichen die aktuellen Maßnahmen aber womöglich nicht aus. Angesichts der Omikron-Variante könnten „zu gegebener Zeit“ Verschärfungen kommen.

Lauterbach zu neuen Corona-Regeln: „Es werden weitere Maßnahmen noch notwendig werden“

Am Sonntag (9. Januar) bewertete Lauterbach in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ den aktuellen Corona-Kurs. Die von Bund und Ländern vereinbarte 2G-plus-Regel in der Gastronomie und die neuen Quarantäneregeln bezeichnete der SPD-Politiker dabei als Erfolge. „Ich glaube schon, dass uns das helfen wird.“ Er fügte aber hinzu, das werde nicht reichen, um Omikron zu besiegen. „Ich glaube, die Fallzahlen werden ansteigen. Daher werden weitere Maßnahmen noch notwendig werden, zu gegebener Zeit. Aber das ist jetzt erstmal ein ganz wichtiger Schritt nach vorne.“

Bund und Länder hatten am Freitag eine 2G-plus-Regelung für Restaurants, Cafés und Kneipen vereinbart. Demnach haben nur Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test sowie Menschen mit Auffrischungsimpfung Zugang. Zudem gibt es neue Quarantäneregelungen.

Video: Corona-Quarantäne in Deutschland - das sind die Regeln

Die Regeln würden bereits von den Bundesländern umgesetzt, sagte Lauterbach. „Das wird von Land zu Land etwas unterschiedlich sein, aber es wird sehr schnell gelten.“ Zum Verfahren erläuterte er: „Wir machen eine Musterverordnung.“ Diese werde „durch Bundestag und Bundesrat „quasi dann beschlossen - das geht also in der nächsten Woche“. Dann müssten die Länder reagieren und das übernehmen. „Da bin ich aber total zuversichtlich, weil kein Land hat der Musterverordnung, die wir da gemacht haben, widersprochen.“ Eigentlich könnten die Länder jetzt schon vorgreifen, ergänzte Lauterbach.

Gastro nur noch für Geboosterte? „Wir können ja auch andere Maßnahmen ergreifen“

Die Gastroregeln sorgten allerdings prompt für Diskussionen. So äußerte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder direkt seine Zweifel. Bayern geht nun einen Sonderweg. Auch fernab der bajuwarischen Wirtshausregeldiskussionen bleiben offene Fragen zu den aktuellen Beschlüssen. Auf die Frage, ob irgendwann nur noch Menschen mit Booster-Impfung Zugang zur Gastronomie haben könnten, sagte Lauterbach in der ARD: „Nein, also das heißt das nicht unbedingt, weil wir können ja auch andere Maßnahmen ergreifen. Aber ich glaube, es ist wichtig, erst einmal den Maßnahmen, die wir jetzt ergriffen haben, eine Chance zu geben zu wirken.“

Die Bürger hätten es auch ein Stück weit selbst in der Hand. „Je mehr Geboosterte wir in der Gesellschaft haben, desto schwerer ist es für Omikron, eine starke Welle aufzubauen.“ Natürlich sei es so, „dass wir - wenn wir eine große Welle bekommen - weitermachen müssen“, betonte Lauterbach. „Eine Durchseuchung wäre viel zu riskant.“ (as/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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