Wirtschaftsminister Aiwanger hat sie inspiziert

Party trotz Corona: Feiern in der Plexiglasröhre - Aiwanger mäkelt an „Konzert-Tonne“

Hubert Aiwanger durfte die Röhre inspizieren.
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Hubert Aiwanger durfte die Röhre inspizieren.

Feiern wir auf Konzerten und in Clubs künftig in der Tonne? Eine neue Erfindung soll Events dieser Art wieder möglich machen, ohne dass es zur Ansteckungsgefahr kommt.

  • Wegen des Coronavirus sind Konzerte und Clubbesuche aktuell noch nicht erlaubt.
  • Eine neue Idee eines Eventagenturchefs könnte die Rückkehr dieser Events beschleunigen.
  • Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger durfte sie bereits inspizieren.

München - Not macht erfinderisch, heißt es. Und Corona* erzeugt ganz eindeutig riesige Nöte – bei Kulturliebhabern, Konzertgängern und Partyvolk. Gut, dass es findige Typen wie Alexander Wolfrum gibt. Der Chef der

Eventagentur Gral – steht für „Gründliche Realisierung allgemeiner Lebensfreude“ – lud am Freitag in sein temporäres Autokino Plus auf der Messe Riem: Dort präsentierte er im Beisein von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger eine völlig ernst gemeinte Virus-Schutztonne für Konzerte, Clubbing, Partys und andere Events.

Röhre zum Feiern während Corona: „Es wiegt nur etwa 1,5 Kilogramm“

Die Schutztonne besteht konkret aus zwei Reifen, die anHula-Hoop erinnern. An ihr ist die Tonne aus Plexiglas befestigt, die Model Elisa von der Stirn bis zu den Waden umhüllt. Getragen wird das Konstrukt wie ein Rucksack. „Es wiegt nur etwa 1,5 Kilogramm“, erklärt Wolfrum der tz. „Nach einer halben Stunde spürt man kaum etwas.“ Damit das Plastikding wenigstens etwas Spaß verströmt, sind an den Ringen LED-Lämpchen angebracht, die bei Dunkelheit leuchten. Bequem scheint dennoch anders, auch flirten, knutschen gar, geht damit gar nicht oder nur verhalten. Doch wer die Stirn nun in Falten legt, der bedenke: immer noch besser als im Auto oder kompletter Verzicht aufs Live-Konzert. Und die Maske kann auch weg!

Corona-Röhre: Aiwanger lobt Party-Konzept

Aiwanger bescheinigte dem Gral-Konzept beim Ortstermin jedenfalls eine ordentliche Portion „Innovation“ und fügte noch hinzu: „Wenn es regnet, braucht es einen Deckel.“ Und eine Luke, durch die man Getränke in die Tonne schleusen kann. „Wir arbeiten da schon an Konzept 2.0“, versichert Wolfrum. Vorerst wird aber noch ein Partner oder eine Firma gesucht, mit dem man die Tonne schnell realisieren kann. Wer Interesse hat, meldet sich unter info@gral-gmbh.de.

KB

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. Erfahren Sie hier alles zum Hauptbahnhof München: Beispielsweise zum Umbau und zu den Gleisen.

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