CSU-Medienaffäre

Stoiber vermutet bei Strepp "Blackout"

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Kann sich nur vorstellen, dass CSU-Sprecher strepp einen "Blackout" gehabt hat, als er angeblich dem ZDF per Telefon gedroht hat.

München - Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber kann sich den angeblichen Drohanruf des zurückgetretenen CSU-Sprechers Strepp nicht erklären. Er sei erstaunt gewesen, sagte Stoiber.

„Natürlich war ich erstaunt“, sagte der CSU-Ehrenvorsitzende am Freitag bei den Medientagen in München. Er könne sich nur vorstellen, dass Hans-Michael Strepp einen „Blackout“ gehabt habe. Er wolle aber nicht viel über diesen Fall sagen, denn er sei als ehemaliger CSU-Regierungschef in einer Situation, „in der man seine Worte sehr genau wägen muss“.

Politiker und ihre Affären

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ZDF-Chefredakteur Peter Frey verteidigte die zunächst zurückhaltende Reaktion des Senders in der Öffentlichkeit. Es habe den Versuch einer Beeinflussung gegeben, der von der Redaktion abgewehrt worden sei. Das sei intern transparent besprochen worden. „Ich hätte nichts peinlicher gefunden, als uns für Selbstverständlichkeit auf den Sockel zu heben“, sagte Frey.

Strepp soll am Sonntag mit einem Drohanruf in der „heute“-Redaktion des ZDF versucht haben, einen Bericht über den bayerischen SPD-Parteitag mit der Kür des Spitzenkandidaten Christian Ude zu verhindern. Er selbst bestreitet das. Nach der parteiübergreifenden Empörung über diesen Vorgang trat er aber am Donnerstag zurück.

dpa

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