CSU-Studenten wollen Bafög-Rabatt zurück

München - Zum 40-jährigen Bestehen des Bafög fordert der studentische Nachwuchs in der CSU, den Rabatt für besonders gute Studenten wieder einzuführen.

Die Landesvorsitzende des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), Carmen Langhanke, ging am Donnerstag auf Konfliktkurs mit der unionsgeführten Bundesregierung, die die Abschaffung der sogenannten Leistungsklausel für das Jahr 2012 beschlossen hat. Bisher bekommen Studenten einen Teil des Bafög-Darlehens erlassen, die ihr Studium mit einer besonders guten Note abschließen oder besonders schnell studieren.

“Gerade die Union hat sich in der Vergangenheit immer den Leistungsträgern verpflichtet gefühlt. Es ist mir daher völlig unverständlich, weshalb dieser “Bonus“ für besonders herausragende Studenten und Auszubildende nicht mehr gewährt werden soll“, kritisierte Langhanke. Außerdem forderte sie höhere Freibeträge beim eigenen Einkommen für Studenten, die Studienbeiträge zahlen müssen.

Der Grund: Viele Studenten bekommen Bafög - müssen aber trotzdem Nebenjobs annehmen, um finanziell über die Runden zu kommen. Höheres eigenes Einkommen führt aber nach dem bisherigen System dazu, dass das Bafög-Darlehen gekürzt wird. Damit besteht für die Studenten das Risiko, trotz Nebenjob noch weniger Geld zu haben als vorher - was auch die Neigung zu Schwarzarbeit stark erhöht. “Es muss die Möglichkeit geben, sich zusätzliches Geld für die Bezahlung der Studienbeiträge dazu zu verdienen, ohne den BAföG-Anspruch zu verlieren“, sagte Langhanke.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Deutsche Geisel auf Philippinen enthauptet
Deutsche Geisel auf Philippinen enthauptet
Verhafteter Salafist plante Bombenanschlag auf Polizei
Verhafteter Salafist plante Bombenanschlag auf Polizei
Nach Anschlag in Berlin: Spediteur will Lastwagen zurück
Nach Anschlag in Berlin: Spediteur will Lastwagen zurück
AfD-Landeschef verlässt verärgert „Mainz bleibt Mainz“
AfD-Landeschef verlässt verärgert „Mainz bleibt Mainz“

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare