Kaum Interesse an ganzjähriger Sommerzeit

CSU-Vorstoß gegen Zeitumstellung floppt

München - Die Oberbayern-CSU wollte einen Anstoß geben, die Zeitumstellung abzuschaffen. Doch ihre Unterschriftenaktion erwies sich als ziemlicher Flop.

Seit dem Start im Frühjahr haben lediglich 2200 Bürger für die Abschaffung der Zeitumstellung unterschrieben. Ein entsprechender Bericht des Radiosenders Antenne Bayern wurde am Montag in der Geschäftsstelle des größten CSU-Bezirksverbands bestätigt.

Von einem Misserfolg will die Oberbayern-CSU aber nicht reden: Die Bezirksvorsitzende Ilse Aigner habe „breite Unterstützung“ bekommen, hieß es in einer Mitteilung. Mit der Kampagne wollte Aigner eine europäische Initiative in Brüssel anstoßen.

Aigner hatte sich für die ganzjährige Beibehaltung der Sommerzeit ausgesprochen. Im Volk aber herrschen offensichtlich geteilte Meinungen. „Über die Frage, ob Sommer- oder Winterzeit abgeschafft werden sollen, sind sich die Bürger noch uneinig. Wichtig ist aber, dass man über die Notwendigkeit einer generellen Abschaffung der Zeitumstellung einer Meinung ist“, teilte die Oberbayern-CSU mit.

Aufgegeben hat Aigner ihren Plan nicht. Die Europapolitikerin Angelika Niebler soll die 2200 Unterschriften bald der neuen EU-Kommission übergeben.

dpa

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