1. tz
  2. Politik

Razzia in Hamburg zu Cum-Ex-Geschäften: „Kahrs ist immer da, wo Geld stinkt“

Erstellt:

Kommentare

SPD-Politiker Johannes Kahrs schaut fröhlich und wird von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) kritisch beäugt. Im Hintergrund ist der Eingang der Warburg-Bank in Hamburg zu sehen.
Stehen nach der Razzia in der Cum-Ex-Affäre der Warburg Bank unter Druck: SPD-Politiker Johannes Kahrs und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). (24hamburg.de-Montage) © Kay Nietfeld/dpa

Neue Aufregung in Cum-Ex-Affäre: Nach der Razzia bei Johannes Kahrs in Hamburg nimmt die Linke auch Olaf Scholz ins Visier. Doch die SPD wittert eine Intrige.

Hamburg – Einen Tag nach der Razzia bei SPD-Politiker Johannes Kahrs in der Hansestadt Hamburg* geht der Streit um die Cum-Ex-Affäre ordentlich weiter. So erhob die Linke erneut Vorwürfe gegen Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD). Der frühere Erste Bürgermeister sei viel tiefer in den Skandal verwickelt sei als er bislang zugeben habe, kritisierte Finanzpolitiker Fabio De Masi laut einem Bericht der Wirtschaftswoche. „Die Razzia straft Olaf Scholz Lügen“, fügte er hinzu. Immerhin zeige die jüngste Durchsuchung, dass es seitens der Ermittler noch viel Klärungsbedarf in der Angelegenheit gebe.

Die SPD wittert hinter der Cum-Ex-Razzia eine Intrige der CDU gegen Olaf Scholz, wie der Bericht von kreiszeitung.de aufdeckt.

Am Dienstag war die Staatsanwaltschaft Köln in Hamburg angerückt und hatte unter anderem die Wohnung des früheren Haushaltspolitikers Johannes Kahrs durchsucht. Der SPD-Politiker soll in die Cum-Ex-Affäre bei der Warburg-Bank* verwickelt sein. Dabei geht es um Steuerhinterziehung bei unerlaubten Aktiendeals. Kahrs selber äußerte sich zu den Vorwürfen nicht. Dafür aber De Masi, der sich wenig überrascht zeigte: Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete sei immer da, „wo Geld stinkt“, sagte der Linkspolitiker laut dem Medienbericht- Kahrs Job sei es gewesen, bei Scholz im Auftrag der Warburg Bank zu lobbyieren.

Cum-Ex-Affäre der Warburg Bank: Razzia in Hamburg bei Johannes Kahrs setzt Olaf Scholz (SPD) unter Druck

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft hielt sich derweil zurück. Es sei Beweismaterial gesichert worden, teilte die Behörde mit. Weitere Details wurden mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht mitgeteilt.

In der SPD wittert man jedoch bereits eine Intrige. So soll die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eigentlich wegen des vagen Anfangsverdachts gegen Kahrs einstellen. Jedoch sei das Verfahren dann auf Drängen des Landesjustizministeriums fortgesetzt worden. Geführt wird die Behörde von der CDU, weshalb nun der Verdacht im Raum steht, dass die Union die Affäre bewusst hochkochte, um Kanzlerkandidat Olaf Scholz zu schaden. Ähnliche Vorwürfe gab es zuvor auch schon, wie der ausführliche Bericht von kreiszeitung.de zeigt. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare