CSU-Klausur

Darum kommt Söder nicht: Seehofers Nachfolger fehlt offenbar in Seeon

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Markus Söder

In Kloster Seeon will sich die CSU auf das Polit-Jahr 2018 vorbereiten. Ein wichtiger Protagonist wird dabei aber fehlen: Markus Söder.

München/Berlin - Bei der Winterklausur der CSU wollen die Parteigrößen Eckpunkte für das politische Jahr festklopfen. Einer wird aber fehlen, wenn am Donnerstag das Treffen der CSU-Bundestagsfraktion in Kloster Seeon beginnt - und zwar der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Das bestätigte ein Sprecher Söders am Mittwochnachmittag der Welt.

Offenbar ist es keine Erkrankung, die Söder von dem Jahresauftakt fernhält. Horst Seehofers Nachfolger komme „extra nicht“, will das Blatt aus Parteikreisen erfahren haben.

Söder soll bei der Klausur der Landtagsfraktion seinen Auftritt bekommen

Welches politische Kalkül könnte aber hinter der Absenz stecken? Angeblich geht es unter anderem um die Dramaturgie im Wahljahr. Söder solle seinen „großen Auftritt“ erst bei der Klausur der Landtagsfraktion in Kloster Banz bei Bamberg haben, heißt es. Diese soll am 15. Januar beginnen.

Da er bei der geplanten Kür zum Ministerpräsidenten auf die Stimmen der CSU-Landtagsabgeordneten angewiesen ist, soll Söder wohl auch diesen zuerst seine Aufwartung machen - und nicht etwa der in Seeon versammelten CSU-Bundestags-Mannschaft.

Feilt Seehofers Nachfolger schon am landesväterlichen Image?

Auch inhaltliche Gründe vermutet die Welt - allerdings ohne Berufung auf CSU-Quellen - hinter dem Schachzug. So habe sich Söder zuletzt betont diplomatisch gegeben, um ein landesväterliches Image aufzubauen. Die CSU scheint auf Bundesebene mit Blick auf die nahenden GroKo-Sondierungen aber eher im Kampfmodus, wie auch die vorab durchgesickerten Arbeitspapiere der Klausur belegen.

Auch die Auswahl der Gäste in Seeon birgt Sprengstoff. So ist etwa der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bei der CSU am Chiemsee zu Gast. Ein Foto eines Handschlags mit Orbán könnte auch in Bayerns Bevölkerung polarisierend wirken - und als ein Affront gegenüber SPD und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verstanden werden, mutmaßt die Welt

Letzteres Problem gilt allerdings auch für Parteichef Horst Seehofer. Und der wird Orbán die Hand schütteln - und bereits am Sonntag mit Merkel und den Vertretern SPD über die große Koalition sondieren.

Lesen Sie auch: „Bayern-Umfrage“: CSU unter 40 Prozent - durchwachsene Werte für Söder

fn

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