Demo vor Kanzleramt: Gleicher Lohn für Leiharbeiter

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Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer (r) und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel stehen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin vor der Zahl 8,50, die für einen Mindestlohn von 8,50 Euro steht. Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB protestierte gegen den Missbrauch von Leiharbeit.

Berlin - Mehrere hundert Gewerkschafter und Politiker haben am Mittwochmorgen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin für die Gleichbehandlung von Leiharbeitern demonstriert.

DGB-Chef Michael Sommer erklärte bei der Auftaktveranstaltung zu einem bundesweiten Aktionstag am (morgigen) Donnerstag, die Gewerkschaften seien nicht bereit, tatenlos zuzusehen, wie Arbeiter zweiter Klasse geschaffen würden.

Der Bundestag berät am Donnerstag in erster Lesung einen Gesetzentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, mit dem unter anderem Dumpinglöhne verhindert werden sollen. Außerdem soll verhindert werden, dass dauerhaft Eingestellte entlassen und anschließend als Leiharbeiter weiter beschäftigt werden. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bekräftigte die Forderung der Sozialdemokraten, die maximale Entleihdauer auf ein Jahr festzulegen und verband die Kritik an dem Gesetzentwurf der Bundesregierung mit der Forderung nach einem Mindestlohn.

Der Vorsitzende der Linken, Klaus Ernst, verlangte nicht nur “gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ der dauerhaft Beschäftigten und der Leiharbeiter, sondern für letztere einen “Flexibilitätszuschlag“ von zehn Prozent auf den Regelarbeitslohn, den es seinen Angaben zufolge in Frankreich bereits gibt.

dapd

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