Deutsche gegen neue Zugeständnisse

Kauder: Griechen-Austritt kein Problem

Berlin - CDU-Politiker Kauder ist der Meinung, dass ein Euro-Austritt Griechenlands inzwischen leicht zu verkraften wäre. Eine Umfrage ergab nun, die Mehrheit der Deutschen lehnt weitere Zugeständnisse sowieso ab.

Kurz vor dem Berlin-Besuch des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras sind danach 75 Prozent der Deutschen gegen Zugeständnisse beim vereinbarten Reformkurs, nur 15 Prozent wären zu einem weiteren Entgegenkommen bereit. Das hat eine am Donnerstag veröffentlichte Emnid-Umfrage im Auftrag des Senders N24 ergeben.

Ein drittes Hilfspaket für Griechenland lehnen 69 Prozent der Befragten ab. 68 Prozent glauben nicht, dass die griechische Regierung tatsächlich alles tut, um die Reform- und Sparzusagen einzuhalten.

Kauder: Keine Nachverhandlungen mit Griechenland

Die Unionsfraktion im Bundestag hat Athen zur Vertragstreue bei den Reformzusagen aufgefordert. „Weder in der Zeit noch in der inhaltlichen Position kann nachverhandelt werden“, sagte Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Samaras wird gegen Mittag in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammentreffen. Er will für mehr Zeit und einen Aufschub bei den Sparvorhaben für sein von der Pleite bedrohtes Land werben.

Kauder sagte jedoch: „Nirgendwo trifft der Satz so zu, dass Zeit Geld ist, wie in diesem Fall. Und mehr Geld können wir nicht zur Verfügung stellen.“ Griechenland müsse jetzt seine Aufgaben erfüllen.

Nach Kauders Einschätzung wäre es kein Problem für den Euro, wenn Griechenland die Eurozone verlassen würde. „Wir haben mit den ganzen Rettungsschirmen, die wir aufgebaut haben, doch erhebliche Möglichkeiten, damit eine Ansteckung nicht stattfindet.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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