Die tz hörte sich um

So erlebte die Welt-Presse die SiKo

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Der Festsaal des Hotels Bayerischer Hof, wo die Münchner Sicherheitskonferenz stattfand.

München - Rund 700 Journalisten aus aller Welt waren für die Münchner Sicherheitskonferenz angemeldet. Dementsprechend herrschte im Siko-Pressezentrum im HVB-Forum ein Sprachengewirr wie im biblischen Babylon.

Die tz hörte sich unter einigen der Medienvertreter um, wie sie die drei Tage zwischen den mächtigsten Politikern der Welt erlebt haben.

Nachbar-Krise

Da die Ukraine unser Nachbarland ist, interessieren wir uns besonders für die Lage dort. Der Höhepunkt dieser Siko war für mich die Diskussion zwischen Klitschko und dem ukrainischen Außenminister Leonid Kuschara. Solche Gespräche sind die einzige Chance, damit dieser Konflikt nicht in einem Bürgerkrieg endet. Die Slowakei hat Soldaten in Afghanistan, weshalb auch dieses Thema unsere Zuschauer besonders interessiert.

Radovan Kondrlik, öffentlich-rechtliches Fernsehen der Slowakei

Agenten-Frust

Am Rand der offiziellen Veranstaltungen gab es hier viele gute Diskussionen, die nichts mit dem Hauptthema Ukraine zu tun hatten, etwa zum Syrien-Konflikt. Für mich war besonders interessant, dass der deutsch-amerikanische Konflikt um die Spionage noch immer nicht gelöst ist. Es gab für die Deutschen keinerlei US-Versicherungen, dass sich hier etwas ändern wird. Es gibt einen tiefen Mangel an Vertrauen zwischen Deutschland und den USA.

Chady Chlela, Sky News Arabia, Abu Dhabi

Taliban fehlten

Obwohldie Lage in meiner Heimat Pakistan und in Afghanistan immer noch sehr brenzlig ist, waren diese Staaten bei dieser Sicherheitskonferenz kein Thema. Alles war auf das Problem Kiew fixiert. So wie hier die ukrainische Opposition mit der ukrainischen Regierung ins Gespräch gebracht wurde, müsste man auf einer Siko auch die Taliban als Opposition einbeziehen, wenn man die Probleme in Afghanistan lösen will.

Shams Ul-Haq Qudoos, Ary News, Pakistan

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