"Diener for One"

Gag-Video macht Steinbrück zu Merkels Diener

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Berlin - Nach dem gelungenen Gag-Video mit Kanzlerin Merkel und Nicolas Sarkozy im vergangenen Jahr, hat das Morgenmagazin jetzt mit einem neuen Sketch nachgelegt - und Peer Steinbrück zum Diener degradiert.

„Die 98% Wiederwahl oder Diener for One“: Zehn Tage vor der alljährlichen Wiederholung hat die ARD am Freitag eine neue Version ihres Silvester-Klassikers ausgestrahlt. Anstelle der trinkfesten Miss Sophie ist darin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu sehen. Als Butler darf ihr SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kräftig einschenken, der sich im Gegenzug aber als „Sabbel-Soze“ und „Sozen-Sack“ titulieren lassen muss. Dazu wurden auf die Körper der Original-Darsteller May Warden und Freddie Frinton die Köpfe Merkels und Steinbrücks einkopiert.

Sehen Sie hier den MoMa-Sketch mit Merkel und Steinbrück

Die dreiminütige Neufassung nimmt ihren Lauf mit Steinbrücks Frage, ob er „dasselbe Gedöns wie im letzten Jahr“ auftischen solle. Anschließend muss der SPD-Butler anstelle der abgelösten CDU/CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg, Norbert Röttgen, Friedrich Merz und Christian Wulff gemeinsam mit „Miss Angie“ das Glas erheben. Zu Ende geht die Runde dann mit dem bekannten gemeinsamen Gang die Treppe hinauf.

Der Film ist nach der Erstausstrahlung im ARD-„Morgenmagazin“ im Internet zu sehen. Im vergangenen Jahr hatte es bereits eine ähnliche Version mit Angela Merkel und dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gegeben. Der Film wurde mehr als eine Million Mal abgerufen. Das Original „Dinner for One“ („Der 90. Geburtstag“) wurde 1963 zum ersten Mal gesendet. In vielen deutschen Familien gehört es heute zur Silvester-Tradition.

Der Dialog von Merkel und Diener Steinbrück im Wortlaut

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy erklärt die Handlung: "Merde! Sie haben mich abserviert. Wie erniedrigend, denn Angela Merkel feiert ihre jährliche Wiederwahl als Parteivorsitzende. Zu Gast: Alle Hoffnungsträger der CDU - und ich nicht."

Eine Stimme aus dem Off sagt: "Das Problem ist ohnehin, dass es überhaupt keine Hoffnungsträger der CDU mehr gibt, sondern ausschließlich..."

Es folgt der Auftritt von Peer Steinbrück als Butler, der seiner Herrin auf der Treppe die Hand entgegenstreckt: "Miss Merkel, das selbe Gedöns wie im letzten Jahr?" Die Kanzlerin antwortet: "Das selbe wie immer, du Sabbel-Soze, aber hopp hopp hopp! Sonst kannst du dir dein nächstes Honorar wieder bei den Stadtwerken Bochum abholen - als Müllmann, ja?" Daraufhin sagt Steinbrück: "Müllmann, ja! Champagner kenn ich - meine Etage."

"Die Hoffnungsträger schwimmen doch alle längst kieloben"

Wieder schaltet sich der Sprecher aus dem Off ein - just in dem Moment, wo Steinbrück über den Kopf des Tigerfells stolpert: "Ach Ihn gibt es ja auch noch: Merkels treuesten Rivalen, den Problem-Peer. Er weiß, dass man auch über Sachen stolpern kann, die ganz öffentlich im Weg herumliegen - man braucht nur genügend Beinfreiheit."

Weil Herrin Merkel nun mit ihren imaginären Freunden anstoßen will, weist Diener Steinbrück sie vorsichtig darauf hin: "Aber Miss Merkel, die Hoffnungsträger schwimmen doch alle längst kieloben." Für die Kanzlerin ist das jedoch kein Hinderungsgrund: "Umso besser: Wer ins schwimmen kommt, muss nicht zurückrudern. Also, Prösterchen, Baron zu Guttenberg!" Brav antwortet Steinbrück in Vertretung: "Voerst gescheiter, äh, gescheitert."

So stößt Merkel mit ihrem "speziellen Kumpel Wulff" an

Als die Herrin "Norbergt Röttgen" ruft, tritt der Diener gehorsam hinter den nächsten Stuhl, bevor er meckert: "Das ist unfair, Miss Merkel." Doch die Kanzlerin ist unerbittlich: "Peer, denk an die Stadtwerke." Steinbrück antwortet: "Verstehe", und fügt schnell hinzu: "Muttis Klügster."

Es folgt Merkels "ältester Freund Friedrich Merz" und Steinbrück ruft seiner Herrin in dessen Vertretung "April, April, Miss Merkel" entgegen. Der letzte Stuhl ist für den "speziellen Kumpel Wulff" reserviert. Süffisant merkt Merkel an: "Wir trinken auf den Bundespräsidenten - und zwar den aktuellen." Steinbrück lamentiert: "Auch das noch...auf...verdammt! Ich trinke auf...ich kann das nicht...auf Joachim Gauch, Herrin."

In einem lieblichen Ton fasst die Stimme aus dem Off zusammen: "Und so harmonisch feiert Miss Merkel ihre jährliche Wiederwahl zur einzigen Herrsch...zur mächtigsten Frau der Welt. Denn wenn der letzte Rivale der Butler ist, dann läuft die Sache doch eigentlich ziemlich geschmeidig."

dpa

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