Euro-Austritt aber nicht ausgeschlossen

Dobrindt mäßigt seine Griechen-Kritik

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CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.

München - Nach mehreren heftigen Attacken gegen Griechenland und die Europäische Zentralbank in der Sommerpause äußert sich CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt nun zurückhaltender zur Euro-Krise.

Er fordert aber nach wie vor, den Austritt Athens aus der Eurozone in Betracht zu ziehen. „Man kann die Realität nicht ewig verweigern“, sagte Dobrindt am Montag vor Beginn einer CSU-Vorstandssitzung in München. „Es ist sicher nicht verkehrt, sich auf einen Plan B vorzubereiten.“ Die CSU-Spitze will den ausstehenden Bericht der Troika abwarten: „Dann wird er bewertet und dann wird entschieden“, sagte CSU-Chef Horst Seehofer.

In der Sommerpause hatten Dobrindt und Bayerns Finanzminister Markus Söder in mehreren Interviews so geklungen, als sei ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone unvermeidlich. Darüber hinaus hatte Dobrindt den EZB-Präsidenten Mario Draghi einen „Falschmünzer“ genannt. Der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten diese Angriffe missfallen.

Der Bericht der Troika hätte eigentlich im September vorliegen sollen, wird aber voraussichtlich erst in der zweiten Oktoberhälfte veröffentlicht. CSU-Europagruppenchef Markus Ferber plädierte dafür, Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen zu lassen: „Es ist wichtig, dass die Troika sich die Zeit nimmt.“ Die Position der CSU sei klar: „Es müssen die Vorgaben erfüllt sein, ansonsten können keine weiteren Tranchen freigegeben werden.“ Verantwortlich für ihr Schicksal seien die Griechen selbst: „Von daher liegt es in der Hand Griechenlands, was es in der Lage ist zu leisten und nicht zu leisten.“

dpa

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