Donnerstag im Hofbräuhaus

Maibock-Anstich: Djangos beste Sprüche

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Django unchained: Ein entfesselter Asül schenkt der Polit-Prominenz wieder so richtig deftig ein.

München - Beim Derblecken zum Maibock-Anstich am Donnerstagabend im Hofbräuhaus hat Kabarettist Django Asül der an- und abwesenden Polit-Prominenz ordentlich eingeschenkt. Hier lesen Sie seine besten Sprüche.

Mit Kabarettisten ist es wie mit Wein: Entweder, er reift mit den Jahren, oder er kippt. Keine Frage: Django Asül ist da ein ganz edler Tropfen unter all den Flaschen. Auch bei seinem sechsten Maibock- Anstich in Folge servierte der Niederbayer eine spritzige Mischung – trocken, mit saurer Note und herb im Abgang!

Rücktritt von CSU-Fraktionschef Georg Schmid, Hoeneß’ Steueraffäre – bis zuletzt hatte der Kabarettist an seinem Programm gefeilt: „Was für ein Tag! Schüttel- Schorsch ist weg, Mario Götze soll sein Nachfolger werden“, verkündeteer gleich zu Beginn.

Nur kleine Seitenhiebe Richtung Bayern-Präsident – etwa, als er auf die angeblich 7000 Gäste beim Politischen Aschermittwoch der CSU in Passau kommt: „Ich hab’ gesagt: Dobrindt, Hand aufs Herz: Stimmt die Zahl wirklich? Jetzt hättest noch die Chance auf eine Selbstanzeige.“ Dabei blieb es: „Der politische Betrieb hat so viel Material geliefert, da muss man nicht noch auf Kollateral- Themen eingehen“, erklärt Asül nach seiner Rede gegenüber der tz.

Die Promis beim Maibock-Anstich im Hofbräuhaus

Die Promis beim Maibock-Anstich im Hofbräuhaus

Stoff gibt es tatsächlich genug. Wie angekündigt, schenkt er vor allem Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ein: „Er hat sich klar positioniert. Oft genug hat er betont: Für ihn kommt nur eine Koalition mit SPD, Grüne oder CSU in Frage. Es sei denn, es kommen neue Alternativen auf.“ Auch Finanzminister Markus Söder (laut Asül „Womanizer und Wuchtbrummenizer in Personalunion“) und Arbeitsministerin Christine Haderthauer kriegen ihr Fett weg: „Die Christine achtet auf Ausgewogenheit. Je mehr Krippenplätze, umso weniger Platz für Asylbewerber. Das leuchtet ein.“

Scharf, tiefgründig, aber trotzdem nie zu hart: Asül wird mit den Jahren immer besser – da sind sich alle Anwesenden einig. 35 Minuten lang bringt er die Politprominenz ins Schwitzen – die hatte in seiner Begrüßungsrede schon Markus Söder quasi als Warmupper angeheizt. Entpuppt sich da einer als ernsthafter Konkurrent? Asül, ganz der Profi: „Es gibt doch nichts Schöneres als eine Veranstaltung, bei der sich die Gäste auf alle Beiträge freuen!“

Djangos Sprüche beim Derblecken

  • Bei Alexander Dobrindt sind ja die Grenzen zwischen Geistesblitz und Gedankenschoas wirklich fließend.
  • Absolute Mehrheit für die CSU. In Zahlen ausgedrückt: 48 Prozent. Und das sagt viel aus über die wahre Kraft einer Partei: Wenn man mit weniger als 50 Prozent mehr als die Hälfte hat.
  • Das Credo der Sozis lautet: Steuerhinterziehung nein, Steuerverschwendung jederzeit gerne.
  • Über Francois Hollande:Dafürhassen die Franzosen ihren Präsidenten. Der Hollande hat ja in der eigenen Heimat Umfragewerte wie der Thomas Müller in Barcelona.
  • Über Ilse Aigners Konsequenzen aus dem Pferdefleischskandal: Betrüger müssen falsche Etiketten beim Verbraucherministerium anmelden. In Zukunft kann man schon am Etikett erkennen, dass es sich hierbei um eine sogenannte Offshore-Lasagne handelt.
  • Aiwanger ist jamittlerweile Kult.Der Beppe Grillo vom Bauernhof.
  • Über G8 und G9: Wenn’s nach Ude geht, haben wir dann Abitur und Kracherl- Abitur. Mit dem einen Abitur kannst studieren. Mit dem anderen Abitur kriegst Ermäßigung im Freibad und eine Mitgliedschaft bei der SPD.
  • An die Grünen:Wenn Ihr ein gutes Ergebnis erzielen wollt am 15. September, solltet ihr die Claudia Roth immer weit weg von Bayern halten... Denn schon der Krieg in Afghanistan hat gezeigt: Unbemannte Drohnen richten nur Schaden an.
  • Das Oberlandesgericht München hat unmissverständlich erklärt: Sollte es im Wahlkampf unfair zugehen, werden in Zukunft nicht nur Sitzplätze im Gerichtssaal, sondern auch Wahlen per Los entschieden.

tz

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