Ecclestone: Boxenstopp im Gerichtssaal

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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll dem Gericht sein Zutun beim Formel-1-Deal erklären.

München - Im Schmiergeldprozess gegen den früheren Bayern LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky (53) lässt das Oberlandesgericht München jetzt die ganz großen Tiere aufmarschieren:

Am Mittwoch um 13 Uhr muss Dr. Kurt Faltlhauser, ehemaliger bayerischer Finanzminister aussagen. Für die kommende Woche hat das Gericht Bernie Ecclestone herbeizitiert. Der Formel-1-Boss (81) muss am Mittwoch und am Donnerstag in den Zeugenstand. Laut Anklage soll Gribkowsky Ecclestone 66 Millionen Dollar zugeschanzt und 44 Millionen Dollar davon als Bestechungsgeld selbst behalten haben, als die Bayern LB 2005 ihre Formel-1-Anteile an einen Finanzinvestor verkaufte.

Der rennsportbegeisterte Gribkowsky wollte angeblich Nachfolger von Ecclestone und damit selbst Formel-1-Chef werden. Nun hört das Gericht also die Chefs von damals: Faltlhauser war 2005, als die Bayern LB ihre Formal-1-Anteile an den Finanzinvestor CVC verkaufte, als Finanzminister für die Landesbank verantwortlich.

Bernie Ecclestone: Seine besten Sprüche

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Von seinem damaligen Bayern LB-Vorstandschef Werner Schmidt hat Gribkowsky am Montag allerdings bereits Rückendeckung für seinen Deal erhalten. Schmidt sagte aus, dass er dem Verkauf auch zugestimmt hätte, wenn er von den Millionenzahlungen an Gribkowsky gewusst hätte. Denn der Deal sei „unerwartet gut“ gewesen. Mal sehen, was der F1-Boss dazu sagt!

svs

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