Andere sollen es gewesen sein

Edathy bestreitet Kinderporno-Downloads

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Sebastian Edathy Anfang 2013 während einer Pressekonferenz.

Berlin - Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy bestreitet, Kinderpornografie über den Parlamentsserver heruntergeladen zu haben.

Eine Sprecherin des Landgerichts Verden sagte dem "Focus", Edathy habe darauf hingewiesen, dass auch unbekannte Dritte auf seinen Rechner zugegriffen haben könnten.

Die Ermittlungsakte des Landeskriminalamts Niedersachsen (LKA) legt laut "Focus" nahe, dass Edathy auch intensiv auf einem russischen Fotoportal mit Bildern nackter Kinder unterwegs war. Edathy soll insgesamt 57 Accounts mit tausenden Aufnahmen aufgerufen haben.

Edathy ist nach eigener Darstellung in Leipzig im November 2013 von seinem Parteifreund Michael Hartmann vor möglichen Kinderpornografie-Ermittlungen gewarnt worden. Das enthüllte Edathy im "Stern". Hartmann wiederum soll nach Angaben Edathys die Information angeblich vom damaligen BKA-Präsidenten Jörg Ziercke erhalten haben. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ließ der mittlerweile pensionierte Ziercke mitteilen, die Behauptungen seien unzutreffend.

Der Fall hatte im Frühjahr Schwarz-Rot den Start verhagelt, CSU-Minister Hans-Peter Friedrich trat zurück. Am Donnerstag will Edathy vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss erscheinen. Ab Februar muss sich er sich im niedersächsischen Verden vor Gericht wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie verantworten.

Edathy will in Nordafrika neue Existenz aufbauen

Edathy lebt nach Informationen von „Spiegel Online“ derzeit überwiegend in einem nordafrikanischen Land. Dort wolle er sich eine neue Existenz aufbauen, schreibt das Nachrichtenportal am Samstag.

dpa

Aufgaben des Edathy-Untersuchungsausschusses

Oppermann-Erklärung vom Februar

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