Stasi-Vorwürfe: Krenz nimmt Gysi in Schutz

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War der letzte Staatschef der DDR: Egon Krenz.

Berlin - Der letzte Staatschef der DDR, Egon Krenz, hat den Bundestagsfraktionschef der Linken, Gregor Gysi, gegen die neuerlichen Stasi-Vorwürfe in Schutz genommen.

„Ich bin nicht Mitglied seiner Partei, aber so viel ist offensichtlich: Wer Gysi wegen seiner DDR-Vergangenheit denunziert, will in Wirklichkeit die Linke und ihre Wähler treffen“, sagte Krenz dem Nachrichtenportal Focus online am Freitag. Es gehöre zur politischen Strategie der anderen Parteien, Gysi unglaubwürdig zu machen.

Gysi war laut Krenz für seine Arbeit nicht auf inoffizielle Kontakte zur Staatssicherheit angewiesen. „Gysi war Vorsitzender des Kollegiums der Rechtsanwälte Berlin. Er brauchte keine inoffiziellen Kontakte zum Ministerium für Staatssicherheit. Wenn es für seine Arbeit notwendig war, hatte er direkten Zugang zum Justizminister und zur Abteilung Staat und Recht im SED-Zentralkomitee“, sagte Krenz.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Gysi wegen des Vorwurfs einer falschen eidesstattlichen Versicherung. Dabei geht es um die Frage, ob Gysi als Anwalt in der DDR mit der Stasi zusammengearbeitet hat oder nicht.

dpa

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