Ende der Guerilla? Kolumbianer feilen an Friedensvertrag

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So sehen friedenswillige Politiker aus: Kubas Präsident Raul Castro (M.) bringt den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos (l.) und den FARCF-Anführer Rodrigo Londono 'Timochenko' Echeverri (r.) zusammen. Foto: Alejandro Ernesto

Havanna/Bogotá (dpa) - Nach dem gemeinsamen Bekenntnis zum Frieden wollen die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen ab Freitag die Details zur Beilegung ihres blutigen Dauerkonflikts erarbeiten.

Am 23. September war es in der kubanischen Hauptstadt Havanna zum historischen Handschlag zwischen Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und dem Anführer der Farc-Rebellen, Rodrigo Londoño, gekommen.

Seit 2012 verhandeln beide Seiten bereits über eine Beilegung des rund 50 Jahre währenden Konflikts. Von Freitag an soll nun bis zum 8. Oktober über erste Einzelheiten des Friedensvertrags verhandelt werden. So soll es im Rahmen einer Sonderjustiz für geständige Militärs und Guerilleros maximal acht Jahre Gefängnis oder Arrest geben für schwere Verbrechen, die in dem Konflikt verübt worden sind.

Die einer linken Ideologie folgenden Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) sind die älteste Guerillaorganisation in Südamerika. Bis Mitte März 2016 soll der Friedensvertrag mit ihnen stehen, der dann noch in einem Referendum vom kolumbianischen Volk gebilligt werden müsste. Bisherige Rebellen sollen die Möglichkeit zur legalen politischen Betätigung erhalten.

Papst Franziskus betonte nach seiner jüngsten Reise nach Kuba und in die USA: "Es fehlen kleine Sachen, aber der Wille ist da, von beiden Seiten. Wir brauchen jetzt das definitive Abkommen." Er habe auch zweimal mit dem kolumbianischen Präsidenten Santos darüber gesprochen, sagte Franziskus: "Der Heilige Stuhl hat geholfen, wie er konnte."

Analyse Konrad-Adenauer-Stiftung zu Friedensprozess in Kolumbien

Farc

Gemeinsame Erklärung

Stellungnahme US-Außenministerium

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