Endspurt um Millionen für Elite-Unis

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Auch die Münchner Ludwig-Maximilians Universität gehört zu den Kandidaten für die Exzellenzförderung.

Berlin - Jetzt geht's ums Geld: Die Weichen für die Verteilung von Fördergeldern für deutsche Elite-Unis sind gestellt. Stellt sich nur die Frage: Wer bekommt die Milliardenföderung?

Spitzenorganisationen der Wissenschaft haben die Weichen für die Verteilung zusätzlicher Gelder an Elite-Unis in Deutschland gestellt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat bereiteten am Dienstag in Bonn in getrennten Beratungen die Entscheidung vor, wer im Wettbewerb um die Milliardenförderung eine Runde weiter kommt. An diesem Mittwoch sollen die Antragsteller benannt werden, die die Vorrunde gemeistert haben.

Die Entscheidung wird von einer Kommission aus 26 Mitgliedern beider Organisationen getroffen. Die Sitzung soll rund sechs Stunden dauern. Die Schlussrunde des Auswahlverfahrens folgt im Juni 2012.

Insgesamt haben sich 65 Universitäten mit insgesamt 227 Vorschlägen für die zweite Phase der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern beworben. 2,7 Milliarden Euro Fördermittel stehen zur Verfügung. Die nun anstehende Vorentscheidung basiere auf knappen Anträgen, erläuterte DFG-Sprecher Marco Finetti.

Wer weiterkommt, kann bis 1. September eine vollständige Bewerbung einreichen. Auch die 85 Einrichtungen an 37 Hochschulen, die in der ersten Phase des Programms schon mit 1,9 Milliarden Euro gefördert wurden, müssen sich erneut bewerben, wenn sie wieder in das Programm aufgenommen werden wollen.

Ein Bewilligungsausschuss werde am 15. Juni 2012 bestimmen, welche Einrichtungen gefördert werden. Die Mittel gehen von November 2012 an fünf Jahre lang an Graduiertenschulen, fachübergreifende Forschungsprojekte (Exzellenzcluster) und Uni-Konzepte. Während die Politik an diesem Mittwoch bei der Vorentscheidung noch außen vor bleibt, sind dann auch Politiker an der Entscheidung beteiligt. In Deutschland gibt es 84 Universitäten.

dpa

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