Bundeswehr: Erste Freiwillige schon wieder weg

Berlin - Keine drei Wochen nach dem Start des neuen Freiwilligendienstes bei der Bundeswehr haben die ersten Rekruten ihren Dienst schon wieder quittiert.

Entsprechende Medienberichte bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch im Grundsatz, ohne Zahlen zu nennen. Der NDR hatte gemeldet, an einigen Standorten in Schleswig-Holstein und Bremen seien bis zu 20 Prozent der Freiwilligen bereits wieder ausgeschieden. Das Ministerium erklärte, ein Trend sei frühestens im Oktober feststellbar. Die bisher bekannten Zahlen würden aber “absolut im Bereich des Normalen“ liegen. Bei einigen Neuzugänge seien gesundheitliche Probleme festgestellt worden, die sie für den Dienst bei der Bundeswehr ungeeignet erscheinen ließen.

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Andere Rekruten hätten ihren Dienst quittiert, weil sie einen Ausbildungsplatz gefunden oder sich bei der Bundeswehr nicht zurecht gefunden hätten. Die Freiwilligen haben eine sechsmonatige Probezeit, in der beide Seiten ohne Angaben von Gründen kündigen können. Nach dem Ende der Wehrpflicht waren am 4. Juli die ersten 3400 Freiwilligen zum Wehrdienst nach neuem Muster in die Kasernen eingerückt. Insgesamt gehören der Bundeswehr fast 14 000 freiwillig Wehrdienstleistende an. Rund 4800 hatten ihren Dienst bereits im ersten Halbjahr 2011 noch zu den alten Konditionen angetreten. Zudem verlängerten rund 5700 Wehrpflichtige ihren eigentlich sechsmonatigen Dienst. 

dpa

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