EU will Wachstum ankurbeln

Brüssel - Die EU-Chefs haben sich zu einem Krisengipfel getroffen. Dabei haben sie beschlossen, für mehr Wachstum innerhalb der Europäischen Union zu sorgen. Auch über Sorgenkind Griechenland wurde heftig diskutiert.

Der EU-Sondergipfel hat sich nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel grundsätzlich auf Impulse für mehr Wachstum in der Eurozone verständig. „Konsolidierung der Finanzen und Wachstum sind keine Gegensätze“, sagte Merkel am Donnerstagmorgen nach dem rund sechsstündigen Treffen in Brüssel. Für den nächsten regulären Gipfel Ende Juni sei eine umfassende „Arbeitsagenda“ besprochen worden.

Zur Frage der umstrittenen Eurobonds sind auf dem Gipfel nach Merkels Angaben unterschiedliche Positionen vorgetragen worden. Es habe eine „sehr ausgewogene und differenzierte Diskussion“ gegeben. Merkel habe ebenso wie der neue französische Präsident François Hollande ihre Position vorgetragen. Die Bundesregierung lehnt Eurobonds ab, Frankreich will diese gemeinsamen Staatsanleihen in der Eurozone einführen.

Zur kritischen Lage in Griechenland sagte Merkel: „Wir haben angeboten, dass wir alles tun, um die Möglichkeiten der Strukturfonds zu mobilisieren, um Griechenland weiter bei der Entwicklung von Wachstum zu helfen.“ Voraussetzung sei jedoch, dass Athen die getroffenen Vereinbarungen einhält. „Also eine positive Botschaft, aber die Verpflichtungen von Griechenland müssten erfüllt werden.“

dpa

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