Ex-CSU-Mann scheitert als grüner Bürgermeister-Kandidat

+
Ex-CSU Mann Thomas Müller wird nicht Grüner Bürgermeister von Zwiesel.

Zwiesel - Der ehemalige CSU-Politiker Thomas Müller ist nach seinem Wechsel zu den Grünen bei der Bürgermeisterwahl im niederbayerischen Zwiesel gescheitert.

Der 38-Jährige landete bei der Wahl am Sonntag im Feld der fünf Kandidaten mit 21,8 Prozent nur auf dem vierten Platz. Bei der Stichwahl in zwei Wochen werden nun CSU-Mann Eugen Stadler (31,6 Prozent) und der parteiunabhängige Kandidat Franz Xaver Steininger (23,1 Prozent) noch einmal gegeneinander antreten.

Die Wahlbeteiligung betrug nach Angaben der Stadt 68,7 Prozent. Müller ist sein neun Jahren ehrenamtlicher Bürgermeister in Bayerisch Eisenstein. Im benachbarten Zwiesel wollte er nun hauptberuflicher Rathauschef werden. Nachdem bekanntwurde, dass er bei der vorgezogenen Neuwahl im rund 10 000 Einwohner großen Zwiesel (Landkreis Regen) auf der Grünen-Liste antreten will, trat Müller im November 2010 bei den Christsozialen aus.

Bis dahin war er auch CSU-Ortsvorsitzender in Bayrisch Eisenstein und zählte zu den prominentesten CSU-Kommunalpolitikern im Bayerischen Wald. In Zwiesel musste neu gewählt werden, weil der bisherige CSU-Bürgermeister aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgab.

Bei dem Urnengang lagen am Sonntag hinter CSU-Kandidat Stadler drei Bewerber eng beieinander. Alois Fuggenthaler (SPD) landete mit 22,7 Prozent auf dem dritten Platz. Der Linke Boris Stetzuhn spielte mit 0,9 Prozent keine Rolle.

(dpa/lby)

Auch interessant

Meistgelesen

SPD triumphiert in Niedersachsen - Rot-Grün abgewählt
SPD triumphiert in Niedersachsen - Rot-Grün abgewählt
Nach ÖVP-Sieg in Österreich: Kurz hält sich Bündnisfrage offen
Nach ÖVP-Sieg in Österreich: Kurz hält sich Bündnisfrage offen
Was die Wahlen in Niedersachsen und Österreich für „Jamaika“ bedeuten
Was die Wahlen in Niedersachsen und Österreich für „Jamaika“ bedeuten
Vorbild für Europas Konservative? Kurz wird zum „Anti-Merkel-Modell“
Vorbild für Europas Konservative? Kurz wird zum „Anti-Merkel-Modell“

Kommentare