"Sehr besorgt"

Glück mahnt: CSU entfremdet sich von ihren Wählern

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Alois Glück.

Passau - Der ehemalige bayerische Landtagspräsident Alois Glück (CSU) sieht eine Entfremdung seiner Partei von ihren Wählern, zum Beispiel Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren.

„Wir sind heute zu sehr mit uns selbst beschäftigt und haben in viele Bereiche hinein nicht mehr ausreichend Verbindungen“, sagte Glück der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). „Massive Erosionserscheinungen in der Beziehung zur CSU gibt es zum Beispiel bei denjenigen, die sich für Flüchtlinge engagiert haben. Manche Äußerungen und Bewertungen zur Willkommenskultur wirken hier entsprechend negativ“, meinte der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Glück betonte, die CSU sei immer eine Volkspartei gewesen, die in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen stark verwurzelt gewesen sei. Nun sieht Glück „eine gefährliche Entfremdung zu vielen Menschen, die bisher CSU wählten - Menschen, die zudem vom Typus her solche sind, die nicht nur zuschauen, sondern anpacken und sich aktiv einbringen“. Er sei „sehr besorgt darüber, dass in unseren Parteigremien diese Entfremdung nicht gespürt wird“.

dpa

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