Minsterin zensiert beim Vorlesen

Kristina Schröder: Grimms Märchen "sexistisch"

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zensiert für ihre Tochter diskriminierende Begriffe.

Berlin - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will beim Vorlesen für ihre anderthalb Jahre alte Tochter diskriminierende Begriffe sofort entschärfen.

Wenn etwa Pippi Langstrumpfs Vater als „Negerkönig“ bezeichnet werde, dann werde sie dies bei ihrer Tochter „synchron übersetzen, um mein Kind davor zu bewahren, solche Ausdrücke zu übernehmen“, sagte Schröder der Wochenzeitung „Die Zeit“ laut Vorabmeldung.

Auch ohne böse Absicht könnten Worte Schaden anrichten. „Wenn ein Kind älter ist, würde ich dann erklären, was das Wort Neger für eine Geschichte hat und dass es verletzend ist, das Wort zu verwenden.“

Die Ministerin betonte, Grimms Märchen etwa seien „oft sexistisch“. „Da gibt es selten eine positive Frauenfigur.“ Sie wolle deshalb auch auf andere Geschichten mit anderen Rollenbildern setzen. Die Ministerin sprach zum ersten Mal über ihre persönlichen Ansichten zur Erziehung und den Umgang mit ihrer Tochter Lotte.

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dapd

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