FDP: Bundeswehrstandorte auf dem Land erhalten

München - Die bayerische FDP dringt bei der anstehenden Bundeswehrreform vor allem auf den Erhalt der Standorte im ländlichen Raum.

“Der Verlust ländlicher Standorte wäre ein ungleich höherer Schaden für die Regionen als in Metropolen und ist zu verhindern“, heißt es in einem Positionspapier der FDP-Landtagsfraktion und der FDP-Landesgruppe im Bundestag, das die Partei am Mittwoch in München vorlegte. Vor allem Standortschließungen in strukturschwachen Regionen des Freistaats müssten wo immer möglich vermieden werden.

Gleichwohl räumt die FDP ein, dass es bei der Bundeswehrreform nicht ohne Standortschließungen in Bayern gehen wird. “Wir wissen, dass auch Bayern von der Reduzierung betroffen sein wird“, sagte der Verteidigungsexperte der FDP im Bundestag, Joachim Spatz. Das müsse aber “in einer verträglichen Art und Weise“ passieren, betonte er.

Die FDP fordert von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), dass die Staatsregierung - inklusive FDP - sehr früh in den Entscheidungsprozess über die Standorte eingebunden wird. Man wolle hierbei nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Konkret setzt sich die FDP auch für die wehrtechnische Industrie in Bayern ein, aber auch für die Bildungseinrichtungen wie die Universität der Bundeswehr in München. Die FDP sehe sich als Brückenbauer zwischen Bundeswehr und Wirtschaft, betonte der wehrpolitische Sprecher der Landtags FDP, Tobias Thalhammer.

dpa

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