FDP-Spitze rechnet mit längerer Durststrecke

Berlin - Nach der Wahlniederlage in Bremen rechnet die FDP-Spitze mit einer längeren Durststrecke für die Partei. Politik sei “eine auf längere Sicht angelegte Arbeit“, sagte Fraktionschef Brüderle.

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Brüderle sagte am Montag vor der Sitzung der Parteigremien in Berlin, ein Wahlergebnis unter drei Prozent sei ganz ohne Frage ein sehr schlechtes Resultat. “Das kann man aber der Neuformation nicht anlasten.“ Politik sei “eine auf längere Sicht angelegte Arbeit“, sagte Brüderle. Die FDP hatte sich Mitte Mai auf einem Parteitag in Rostock personell neu aufgestellt und den langjährigen Parteichef Guido Westerwelle durch den neuen Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler ersetzt.

Auch Generalsekretär Christian Lindner sieht die Liberalen noch vor einem weiten Weg. “Das wird noch einige Zeit brauchen, bis wir in der neuen Aufstellung auch wieder Vertrauen gewonnen haben“, sagte Lindner im Hörfunksender MDR Info. “Das wird nur dann gehen, wenn wir zeigen, dass wir im Regierungshandeln in Berlin gute Arbeit machen.“ In Bremen sei eine schwierige landespolitische Situation hinzugekommen. Die FDP habe dort keine Gestaltungsperspektive gehabt und sei für die Regierungsbildung nicht gebraucht worden, meinte Lindner.

Der Bremer Spitzenkandidat Oliver Möllenstädt gab sich enttäuscht. Er habe sich mehr versprochen, sagte der FDP-Politiker vor der Sitzung der Parteigremien in Berlin. Das Ergebnis der Bürgerschaftswahl sei dennoch unter dortigen Wahlbedingungen zu erwarten gewesen. Die FDP müsse “mehr in Bremen machen“ und sich hier neu aufstellen, sagte Möllenstädt. Mit einem Ergebnis von 2,4 Prozent laut offizieller Hochrechnung verpassten die Liberalen den Wiedereinzug in die Bürgerschaft. 2007 erreichte die Partei noch sechs Prozent. Das offizielle Wahlergebnis steht voraussichtlich erst am Mittwoch fest.

dapd

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