Absicht oder Versehen?

Pirat lässt Porno im Wahlvideo laufen

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Florian Deissenrieder macht mit einem ungewöhnlichen Hintergrund auf sich aufmerksam

München - Ob dieser Wahlspot mehrdeutige Botschaften vermitteln sollte? Im Hintergrund eines Videos von einem Piraten-Kandidaten ist ein Porno-Film zu sehen.

Nichtmal zwei Tage ist Florian Deissenrieder der Vorsitzende der Piratenpartei in München-Neuhausen, schon macht der Kandidat Schlagzeilen. Der Medizinstudent (29) tritt für die Piraten bei der anstehenden Landtagswahl in Bayern an und verbreitet seine Wahlkampfthemen - ganz wie es sich für seine Partei gehört - auch per YouTube.

Bei einem seiner Videos greift der Pirat zu ungewöhnlichen Wahlkampf-Mitteln: Dort protestiert er gegen das neue Gesetz zur Bestandsdatenauskunft, dass jeden Besucher einer Internetseite, der eine Ordnungswidrigkeit begeht, namentlich identifizierbar macht. So weit, so Wahlkampf.

Doch wer genau hinschaut, erkennt, was auf dem Laptop hinter Deissenrieder gerade vor sich geht. Dort läuft nämlich ein pornografischer Film. Es ist nicht ganz klar, ob es sich hierbei um ein Versehen handelt oder Absicht ist. Bei Twitter äußert sich Deissenrieder eher entspannt: "Sorry. Habe ein schlechtes Gewissen, weil wegen meinem Video etliche Piraten heute auf bild.de waren"

Doch der schlüpfrige Film passt zur Thematik des von dem Piraten kritisierten Gesetzes. Deissenrieder erklärt sich gegenüber der Bild: "Ich wollte zeigen, dass es nach der Gesetzesänderung wesentlich einfacher sein wird, nachzuschauen, welche Seiten man mit seinem Rechner aufruft."

bix

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