Kostenfallen, unseriöse Anbieter und Identitätsmissbrauch

Flüchtlinge sollen im Netz geschützt werden

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Bei der Nutzung von Smartphones können schnell verdeckte Kosten entstehen.

Berlin -  Das Handy ist für viele Flüchtlinge das wichtigste Bindeglied zu Familien und Freunden. Verbraucherschützer wollen die Neuankömmlinge in Deutschland nun besser vor Kostenfallen im Netz schützen.

Die Verbraucherzentralen Berlin, Hamburg und Bremen haben dazu mehrsprachige Informationen etwa zu Mobilfunkverträgen und Apps ins Internet gestellt.

"Fast alle Flüchtlinge besitzen ein Smartphone, um mit Familienmitgliedern oder Freunden in Kontakt bleiben zu können", erklärt Eva Bell, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin, am Dienstag. Doch im Netz fänden sich nicht nur nützliche Apps und Informationen, sondern auch Gefahren wie Kostenfallen, Abzocke durch unseriöse Anbieter oder Identitätsmissbrauch.

Die Informationen wurden in Türkisch, Russisch, Polnisch, Englisch, Arabisch und Farsi auf der Webseite www.verbraucherzentrale-berlin.de/verbraucherinformation veröffentlicht. Sie richten sich demnach auch an Helfer und Sozialarbeiter. Ziel sei es, Migranten und Flüchtlinge für das Thema Verbraucherfallen in der digitalen Welt zu sensibilisieren. Das Projekt "Migranten und Verbraucherschutz in digitalen Märkten" wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gefördert.

Bereits am Montag hatte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ihr neues Projekt "Verbraucherschutz für Flüchtlinge" gestartet. Dessen Ziel sei es, Flüchtlingen mit Unterstützung von Betreuern und ehrenamtlichen Helfern wichtige Basisinformationen zum Verbraucherschutz zu vermitteln, etwa zu Versicherungen, Miet- und Kaufverträgen oder medizinischen Behandlungen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale werden den Beratungsstellen aus Flüchtlingsunterkünften bereits Vertreterbesuche und unseriöse Geschäftsanbahnungen bei Mobilfunkverträgen gemeldet.

afp

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