Das ist ja der Gipfel!

Der G7-Wahnsinn! Schon jetzt gibt es Riesenärger

+
Schloss Elmau ist der Treffpunkt der Mächtigen.

München - Neun Tage noch – dann treffen sich die sieben mächtigsten Staatschefs der Welt in Schloss Elmau. Doch schon jetzt gibt es an vielen Ecken Ärger …

Viele G7-Gegner betonen schon jetzt, dass sie alles tun werden, um das Gipfeltreffen zu stören. Insgesamt werden zigtausende Demonstranten erwartet. Doch schon jetzt rumpelt es gewaltig.So warf am Donnerstag ein wichtiger G7-Sprecher seinen Job hin – wegen interner Streitigkeiten. Fast zeitgleich schimpfte die Regierung in Südtirol, dass es wegen der Grenzkontrollen zu einem Flüchtlingsstau in ihrem Lande kommen werde. Ganz zu schweigen von organisatorischen Problemen in den Orten rund um Elmau – haben die vielen Demonstranten doch viel zu wenig Klos. Der G7-Wahnsinn – er hat schon jetzt begonnen:

Sprecher der Gegner schmeißt hin

Das ist wahrlich ein Paukenschlag mitten in der Protestszene: Wenige Tage vor dem G7-Gipfel tritt Manfred Hoffmann, der Sprecher des Bündnisses „Stop-G7-Elmau“, zurück! Der Grund: Zu viele der Mit-Demonstranten würden sich vor dem Ereignis nicht deutlich genug von gewalttätigen Aktionen distanzieren.

Hoffmann spricht in einem offenen Brief Klartext: So hätten es „einige selbsternannte Leader im Bündnis nicht verstanden, ursprünglich breite und zu friedlichem Protest bereite Bevölkerungsschichten hinter sich zu versammeln und zu vereinigen“. Er wolle nichts mit Gewaltaktionen zu tun haben und nur friedlich demonstrieren.

Flüchtlingsstau an der Grenze

Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in München.

Noch immer kommen täglich gut 200 Flüchtlinge nach Bayern – doch es werden wohl die kommenden Tage weniger werden. Wegen des G7-Gipfels und der neuen Grenzkontrollen in Deutschland bereitet sich Südtirol jedenfalls auf einen „Flüchtlingsstau“ vor. Derzeit sei es noch schwer abzuschätzen, welche Folgen die Kontrollen haben könnten, aber der Zivilschutz sei bereit einzugreifen, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Vor allem die Stadt Bozen und der Brennerpass gelten als Transitstation für Flüchtlinge auf dem Weg von Italien Richtung Deutschland. „Es könnte sein, dass die Zahl der Flüchtlinge in Südtirol steigt, weil sie wegen der Grenzkontrollen nicht mehr weiterkommen.“ Bozen erklärte sich aber gestern bereit, in den kommenden Tagen mehr Flüchtlinge als sonst unterzubringen. Die deutsche Polizei wird die Bürokratie-Entlastung sicher dankbar zur Kenntnis genommen haben.

Zu wenig Klos für die Protestler

Mehrere tausend G7-Demonstranten werden sich in der kommenden Woche in Garmisch-Partenkirchen, in Mittenwald und in Klais treffen. Stellt sich eine ganz banale Frage: Wo sollen diese vielen Menschen nur ihr Geschäft erledigen? „Die Toiletten-Problematik ist weitgehend ungelöst“, betonte die Polizei jetzt nochmal. Klar – so viele Dixi-Klos könne man gar nicht aufstellen, wie die Menschen benötigen. Die G7-Gegner kündigten zwar am Mittwoch an, dass sie für ihr (eigentlich verbotenes) Protest-Camp am Rande von Garmisch 30 Klos geliefert bekommen, diese dürften aber bei der Menge an Menschen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. „Es könnte somit zu Konflikten zwischen Anwohnern und Demonstranten kommen“, warnte die Polizei. Heißt in anderen Worten: So mancher wird sich wohl des Wildbieselns strafbar machen (müssen) – zum Ärger der Garteninhaber. Über 5000 Protestler werden für die Region erwartet.

age/min

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten
Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren
In Frankreich bahnt sich eine Art "Groko" an
In Frankreich bahnt sich eine Art "Groko" an
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab

Kommentare