"Randproblem"

Gabriel für Offenlegung von Buchhonoraren

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Ihren designierten Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück will die SPD nicht zur Offenlegung seiner Buchhonorare zwingen, sagt Partei-Chef Gabriel.

Berlin - SPD-Chef Sigmar Gabriel ist dafür offen, auch Buchhonorare von Abgeordneten zu veröffentlichen. Das Geld, das die Politiker mit solchen Projekten dazu verdienen, bezeichnete er aber als Randproblem.

Er habe nichts gegen einen solchen Schritt, sagte Gabriel am Montag in Berlin. Er stellte aber klar, dass die SPD-Führung von ihrem designierten Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück nicht verlange, seine Buchentgelte offenzulegen. Es gebe keine explizite SPD-Forderung, dies im Abgeordnetengesetz zu regeln. Buchhonorare seien eher ein Randproblem, betonte Gabriel. Es sei viel Fantasie nötig, um sich in diesen Fällen Einflussnahme vorzustellen.

Seit Wochen gibt es Diskussionen über die Nebeneinkünfte von Parlamentariern und die Frage nach ihrer Unabhängigkeit. Nach Medienberichten verdiente Steinbrück nicht nur die von ihm selbst veröffentlichten rund 1,25 Millionen Euro für Vorträge. Er soll zudem eine halbe Million Euro an Buchhonoraren erhalten haben.

dpa

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