Gaddafi bietet in Rede erneut Waffenruhe an

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Demonstranten in Tripolis gehen für den Machthaber Muammar al Gaddafi auf die Straße.

Tripolis - Der libysche Machthaber Muammar al Gaddafi hat sich am frühen Samstagmorgen in einer live im Fernsehen übertragenen Rede erneut für eine Waffenruhe und Gespräche mit NATO-Mächten ausgesprochen.

Die Tür zum Frieden sei offen, sagte Gaddafi. Wo er sprach, war zunächst nicht bekannt. Zugleich flog die NATO Luftangriffe auf Regierungsgebäude in der libyschen Hauptstadt Tripolis. Dabei wurden nach Polizeiangaben drei Menschen verletzt. In dem Komplex ist auch die Behörde für Rundfunkübertragungen untergebracht, ihre Büros blieben unbeschädigt. Eine von mindestens drei Bomben oder Raketen zerstörte einen großen Teil eines zweigeschossigen Gebäudes, eine weitere Rakete schlug auf der Straße vor dem Büro des Generalstaatsanwalts ein.

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Die Angriffe hätten Machthaber Gaddafi gegolten, sagte ein Regierungssprecher. Gaddafi erklärte in seiner mehr als einstündigen Rede, die libysche Bevölkerung könne das politische System im Land frei wählen. Bedroht von Bombardements sei das aber nicht möglich, erklärte der Machthaber. Er wirkte sichtlich müde und gedrückt, zugleich aber kampfeswillig. “Warum tötet ihr unsere Kinder? Warum zerstört ihr unsere Infrastruktur?“, fragte Gaddafi.

Berichte, wonach seine Truppen Zivilpersonen getötet hätten, wies er zurück. Führer der Aufständischen hatten zuvor erklärt, sie würde ihre Waffen nur dann niederlegen und Verhandlungen aufnehmen, wenn Gaddafi und seine Söhne zurückträten. Dies hat Gaddafi wiederholt abgelehnt.

dapd

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