Kämpfe in Bengasi: Kampf-Jet abgeschossen

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Trotz eines am Vortag verkündeten Waffenstillstands haben Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi am Samstagmorgen das ostlibysche Bengasi angegriffen.

Kairo - Trotz eines am Vortag verkündeten Waffenstillstands haben Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi nach Angaben von Aufständischen am Samstag Wohngebiete in Bengasi beschossen.

Dabei setzten sie Panzer und Artillerie ein, sagte der Vorsitzende der provisorischen Gegenregierung in Bengasi, Mustafa Abdul Dschalil, dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira. Es gebe viele Opfer, in den Krankenhäusern herrsche großer Andrang. Ein über Bengasi fliegendes Kampfflugzeug sei abgeschossen worden, berichteten Al-Dschasira- und BBC-Korrespondenten. Es war aber unklar, zu wem das Flugzeug gehörte, dessen Einsatz die vom UN-Sicherheitsrat verhängte Flugverbotszone verletzte.

Vor wenigen Tagen war ein den Rebellen zugeordnetes Flugzeug abgestürzt. Arabischen Medien zufolge drangen Gaddafi-Truppen in die südlichen Vorstädte von Bengasi ein. Ein Reporter des US-Mediums “Christian Science Monitor“ berichtete von Feuergefechten in der Stadt. Offenbar sind leichter bewaffnete, unmotorisierte Kommandoeinheiten des Regimes über Nacht ins Stadtinnere vorgedrungen. Der Korrespondent von Al-Dschasira sprach von einer “unübersichtlichen Lage“.

Das Regime in Tripolis stritt ab, die Stadt angegriffen zu haben. Vielmehr seien die Truppen am Rande Bengasis attackiert worden. Bengasi, die zweitgrößte Stadt des Landes, ist der Sitz der Gegenregierung und Hochburg der Aufständischen, die gegen das Gaddafi-Regime kämpfen.  

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dpa

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