Gauck: Gebirgsschützen stärken die Gemeinschaft

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Bundespräsident Joachim Gauck (Mitte), seine Lebensgefährtin Daniela Schadt, der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und seine Frau Karin kommen am Patronatstag der bayerischen Gebirgsschützen in Miesbach auf den Festplatz.

Miesbach - Bundespräsident Joachim Gauck hat den bayerischen Gebirgsschützen für ihr gemeinschaftsstiftendes Wirken gedankt.

Sie seien beteiligt an einem „Wir, das nicht ausgrenzt, sondern verbindet“, sagte Gauck beim Patronatstag der Gebirgsschützen am Sonntag in Miesbach. Er bescheinigte den Schützen, lebendiges Brauchtum zu bewahren, das nicht museal sei. Es war das erste Mal, dass das deutsche Staatsoberhaupt zu einem Patronatstag kam.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte als Schutzherr der Gebirgsschützen, Gauck werde bei dem Treffen Zeuge von „bayerischer Lebensart pur“. Er kündigte an, dass die Gebirgsschützen beim G8-Gipfel im Sommer 2015 in Schloss Elmau nahe Garmisch-Partenkirchen eine wichtige Rolle einnähmen. Sie sollen die Staatenlenker der Welt am Münchner Flughafen begrüßen und verabschieden.

Beim Gottesdienst unter freiem Himmel hatte zuvor der Münchner Kardinal Reinhard Marx an die anwesenden Politiker appelliert, sich für den Schutz des Lebens einzusetzen. Die österliche Botschaft sei ein Sieg gegen die Mächte des Todes.

Nach dem Gottesdienst zogen an die 4500 Gebirgsschützen, begleitet von Blasmusik, in ihren farbenfrohen Gewändern durch den Ort. Gauck trug sich ins Goldene Buch der Stadt Miesbach ein. Es war auch der erste Besuch eines Bundespräsidenten in der oberbayerischen Stadt, die heuer ihre erste urkundliche Erwähnung vor 900 Jahren feiert. Die Gebirgsschützen ehren jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai ihre Schutzpatronin, die Muttergottes Maria.

dpa

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