Gauck lobt Piratenpartei

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Zum politischen Ascherwittwoch war bei den Piraten noch Maskerade angesagt - jetzt will die Partei Verantwortung übernehmen.

Berlin - Der Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Joachim Gauck, hat die Bereitschaft der Piratenpartei gelobt, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.

Bei einem Besuch im Berliner Abgeordnetenhaus sei er am Mittwoch zuerst auf die Piraten gestoßen, von deren politischer Welt er als älterer Mensch nicht viel verstehe, sagte Gauck. Er hatte sich zuvor eine gute Stunde den Abgeordneten und Wahlfrauen- und -männern aus Berlin vorgestellt.

„Ihre Bereitschaft, mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen, das imponiert mir“, sagte Gauck anschließend über die Piraten, die im Herbst in Berlin erstmals in ein Landesparlament eingezogen waren. Einer der beiden Piraten in der Bundesversammlung, Martin Delius, beklagte aber bei Gauck eine „Angsthaltung gegenüber dem Internet“ - er will sich deshalb am Sonntag der Stimme enthalten.

Der 72-jährige Gauck berichtete weiter, mit Vertretern der Linke-Fraktion und DGB-Chef Michael Sommer habe er Gelegenheit gehabt, Fragen des Sozialstaats anzusprechen. Bevor er sich dazu äußere, brauche er aber noch mehr Expertise. Neben Fraktionschef Udo Wolf nutzten noch drei bis vier Linke-Politiker die Gelegenheit, sich mit Gauck auszutauschen. Die Linke hat mit Beate Klarsfeld eine Gegenkandidatin zu Gauck für die Wahl zum Bundespräsidenten an diesem Sonntag aufgestellt. Gauck wurde von Union, FDP, SPD und Grünen nominiert.

dpa

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