Hochwertige Souvenirs

G7: So viel kosteten die Souvenirs für die Gäste

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Die Delegierten erhielten hochwertige Souvenirs, die wird nun kritisiert.

München - Nach dem G7-Gipfel haben sich bayerische Porzellanlöwen mutmaßlich in Dutzenden Diplomatenwohnzimmern von Rom bis Tokio verbreitet. Die Löwen gingen als Geschenke an die Delegationsmitglieder.

Die Staatsregierung hat nachträglich den Inhalt der umfangreichen Geschenkpakete für die 191 Delegationsmitglieder beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau enthüllt. Die Mitarbeiter der Staats- und Regierungschefs erhielten bei dem Treffen Anfang Juni Bayern-Souvenirs im Wert von exakt 249,73 Euro. Das hat das Innenministerium auf Anfrage der Grünen-Abgeordneten Katharina Schulze geantwortet.

Die Staatsregierung bedachte die G7-Gäste demnach mit Rucksack, Bayernbuch, Hutschenreuther Porzellanlöwe, Regenschirm, Wein und Kugelschreiberset. Teuerstes Geschenk war der Löwe zum Stückpreis von 99,23 Euro. Insgesamt kostete die Geschenkaktion knapp 47 700 Euro. „Erinnerungsgeschenke in dieser Größenordnung sind bei derartigen Anlässen aus Sicht der Bayerischen Staatskanzlei üblich“, schrieb das Innenministerium an die Grünen-Politikerin.

Schulze kommt zu einem anderen Urteil: „Das Geld der bayerischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist in manchen Fällen reichlich leichtfertig verprasst worden.“

Unbekannt ist, ob alle Delegationsmitglieder nach dem Ende des Gipfels das gewichtige Geschenkpaket in ihren Koffern heimschleppten oder ob manches Präsent verschmäht im Hotel zurückblieb. Die Schar der aus aller Herren Länder angereisten Journalisten wurde ebenfalls versorgt: mit 5000 Rucksäcken für 81 600 Euro sowie 12 000 Lebkuchenherzen, die mit knapp 19 000 Euro zu Buche schlugen.

Und ein weiteres Geheimnis ist auf Initiative der Grünen gelüftet: Die festliche Beleuchtung von Schloss Neuschwanstein in den Landesfarben der G7-Staaten kostete netto 66 985,77 Euro. „Bei manchen Maßnahmen - etwa der teuren Illumination von Schloss Neuschwanstein - darf man schon die Frage der Sinnhaftigkeit stellen“, kritisierte Schulze. Verpflegung und Unterbringung von US-Präsident Barack Obama und der übrigen sechs ausländischen Regierungschefs Kollegen kosteten die Staatsregierung dafür keinen Cent. Das war Sache des Bundes.

dpa

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