EU gibt 110 Millionen Euro für Tschernobyl-Projekte

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Manuel Barroso

Kiew/Moskau - Die Europäische Union hat zum 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl weitere 110 Millionen Euro für die Beseitigung der Folgen des Super-Gaus angekündigt.

Das Geld werde für Projekte bereitgestellt, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in Kiew. Details nannte er zunächst nicht.

Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch hob Barroso die Bedeutung der atomaren Sicherheit in der Welt hervor. Angesichts der Reaktorunglücke im japanischen Fukushima seien auch die bis heute ungelösten Probleme in Tschernobyl von besonderer Aktualität, sagte Janukowitsch. Dort lagern weiter hunderte Tonnen radioaktives Material.

Im Atomkraftwerk Tschernobyl war am 26. April 1986 bei einer misslungenen Notfallübung der Reaktor 4 explodierte. In der Folge wurde eine radioaktive Wolke freigesetzt, die sich über weite Teile Europas ausbreitete. Der in einer atomaren Sperrzone gelegene Reaktor soll künftig durch einen zusätzlichen Sarkophag abgedichtet werden. Für den 29 000 Tonnen schweren Schutzmantel sind 1,6 Milliarden Euro veranschlagt. Da ein Großteil des Geldes für den Sarkophag fehlt, hofft die Ukraine im Zuge des Gedenkens auf weitere Finanzzusagen in Höhe von mindestens einer halben Milliarde Euro.

Höhepunkt der Erinnerung an das bislang folgenschwerste Atomunglück ist eine internationale Tschernobyl-Konferenz an diesem Mittwoch in Kiew. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat seine Teilnahme zugesagt.

dpa

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