Vereinbarung erzielt

Giftgas: Syrien erlaubt UN-Untersuchung

Damaskus - Die syrische Regierung will eine "sofortige" Untersuchung des mutmaßlichen Chemiewaffen-Einsatzes in der Nähe von Damaskus durch die Vereinten Nationen gestatten.

Eine entsprechende Vereinbarung habe die syrische Regierung am Sonntag während des Besuchs der UN-Abrüstungsbeauftragten Angela Kane mit der UNO erzielt, erklärte das syrische Außenministerium. Das von dem Schweden Ake Sellström geleitete UN-Inspektorenteam dürfe die Vorwürfe eines Chemiewaffeneinsatzes in der Provinz Damaskus prüfen.

Kane war am Samstag in Syrien eingetroffen, um bei der Regierung auf einen freien Zugang der UN-Experten zu dem mutmaßlichen Einsatzort von Chemiewaffen bei Damaskus zu dringen. Das Team um Sellström hält sich bereits seit einigen Tagen in Syrien auf, um den Chemiewaffeneinsatz an anderen Orten im Land zu untersuchen.

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Nach Angaben der syrischen Opposition waren am Mittwoch bei Angriffen der Regierungstruppen mit Chemiewaffen nahe der Hauptstadt mehr als tausend Menschen getötet worden. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete von mindestens 355 Patienten mit "neurotoxischen Symptomen", die in Krankenhäusern gestorben seien. Insgesamt seien etwa 3600 Menschen mit derlei Anzeichen, wie sie nach Giftgas-Einsätzen typisch seien, in Kliniken eingeliefert worden.

Der syrische Informationsminister Omran al-Sohbi bekräftigte dagegen, die Regierung habe "niemals Chemiewaffen in Syrien eingesetzt, in welcher Form auch immer, flüssig oder als Gas".

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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