Grauenhaft: 28 Kinder in Homs massakriert

Damaskus/Istanbul - In der syrischen Widerstandshochburg Homs haben die Truppen des Regimes laut Aktivisten 57 Menschen massakriert. Fast die Hälfte davon waren offenbar Kinder.

Die Regimegegner zeigten am Montag Videoaufnahmen von getöteten Kindern und Frauen, die in dem Viertel Karam al-Seitun mit Messern getötet worden sein sollen.

Einige der Kinder seien erwürgt worden, hieß es. Die Leichen seien am Sonntagabend gefunden worden. Insgesamt starben den Angaben zufolge 28 Kinder, 23 Frauen und 6 Männer. Ein Arzt aus Homs, den der Nachrichtensender Al-Arabija am Montag interviewte, berichtete außerdem von zahlreichen Vergewaltigungen.

Er sagte, es fehle an medizinischen Hilfsmitteln, um Dutzende Verletzte zu behandeln. Die syrische Opposition rief er auf, endlich mehr Einigkeit zu zeigen. Erst dann werde sich die internationale Gemeinschaft zu einem entschlossenen Vorgehen gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad durchringen, sagte er. Andernfalls drohe ein Völkermord wie einst in Ruanda.

Weitere 24 Zivilisten sollen nach Angaben der Opposition in der Nacht getötet worden sein, als sie versuchten, die Stadt Idlib zu verlassen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten
Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren
In Frankreich bahnt sich eine Art "Groko" an
In Frankreich bahnt sich eine Art "Groko" an
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion