Griechenland: Erneut Krawalle bei Demo

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In Athen sind die Menschen wieder auf die Straße gegangen.

Athen - Steine flogen, Brandbomben wurden gezündet. Bei einer Demo in der griechischen Hauptstadt ist es wieder zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

In der griechischen Hauptstadt Athen ist am Donnerstagabend bei einer Protestkundgebung gegen das Vorgehen der Polizei während einer Demonstration am Vortag zu Ausschreitungen gekommen. Jugendliche warfen Steine und Brandbomben auf Polizisten, die ihrerseits mit Tränengas und Blendgranaten antworteten. Wie die Polizei mitteilte, griffen Autonome die Sicherheitskräfte mit Steinen an und steckten mehrere Mülltonnen in Brand. Wie die Polizei mitteilte, seien zwei Polizisten verletzt worden. Einem Beamten sei die Dienstwaffe weggenommen worden.

Die Stimmung auf der Kundgebung in Athen war besonders angespannt, weil am Mittwoch ein Demonstrant schwer verletzt worden war. Er schwebte nach einer Gehirnoperation am Donnerstag weiter in Lebensgefahr, wie Ärzte berichteten. Die Regierung sagte eine Untersuchung des Vorfalls zu.

Jagdszenen bei Großdemo in Athen

Jagdszenen bei Großdemo in Athen

Ein Polizeisprecher räumte ein, dass einige Beamte mit zu großer Härte vorgegangen seien. Vier Polizisten wurden vom Dienst suspendiert, nachdem ein Video veröffentlicht worden war, das zeigte, wie sie auf einen anderen Demonstranten einschlugen. Bei den Protesten am Mittwoch waren mindestens 27 Menschen verletzt worden, darunter zwei Polizisten.

Auf der Kundgebung am Donnerstag in Athen, zu der linke Gruppen und Gewerkschaften aufgerufen hatten, nahmen rund 5.000 Menschen teil. Auf einem Transparent hieß es: “Barbarische Politik. Mörderische Repression“.

Die Proteste in Griechenland richten sich gegen die Sparpolitik der Regierung. Diese will in diesem Monat weitere Sparmaßnahmen beschließen, mit denen der Haushalt bis 2015 um bis zu 23 Milliarden Euro entlastet werden soll. Das hoch verschuldete Griechenland entging im vergangenen Jahr nur knapp dem Staatsbankrott und hat Finanzhilfen im Umfang von 110 Milliarden Euro von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten.

dapd/dpa

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