Große Sorge vor Gewalt gegen Asylbewerber

+
Regelmäßig brennen Flüchtlingsheime und im Netz finden sich immer mehr rechte Parolen. Das macht vielen Menschen Angst. Foto: Roland Halkasch/Archiv

Hamburg (dpa) - Die zunehmende Gewalt gegen Ausländer und Flüchtlingsheime macht den Bundesbürgern große Sorgen.

In einer Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" sollten die Befragten aus 13 Problembereichen jene angeben, die sie am meisten beunruhigen. An erster Stelle nannten 83 Prozent die Angriffe auf Flüchtlingsheime und rassistische Gewalt. Dahinter folgte der Zulauf zu rechtsextremen Gruppen mit 77 Prozent.

Dagegen wurde die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber von 52 Prozent der Befragten erst an zehnter Stelle genannt. Fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) meint, die Zahl der Ausländer und Flüchtlinge sei hoch genug, es sollten keine weiteren mehr zuziehen. Für 35 Prozent könnte die Zahl ruhig noch größer werden. Dass es in Deutschland schon zu viele Ausländer und Flüchtlinge gibt und ein großer Teil wieder wegziehen soll, sagen 9 Prozent.

In einer weiteren Befragung des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), des Sozialforschungsinstituts infas und der "Zeit" sprach sich jeder Zweite dafür aus, auch Wirtschaftsflüchtlingen in Deutschland Asyl zu gewähren. Bei politisch Verfolgten gaben 93 Prozent der rund 1500 Befragten an, dass sie in Deutschland Asyl bekommen sollten. Die Zustimmung zur Aufnahme politisch Verfolgter reiche "bis weit in das Lager der AfD- und Pegida-Anhänger", sagte der Leiter der Befragung, Ruud Koopmans.

Auch interessant

Meistgelesen

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten
Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren
Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren
In Frankreich bahnt sich eine Art "Groko" an
In Frankreich bahnt sich eine Art "Groko" an
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab
Wahl 2017 in den Niederlanden im Ticker: Ministerpräsident Rutte hängt Wilders ab

Kommentare