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"Maut-Vignette ist so ziemlich das Dämlichste"

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“Die vorgeschlagene Vignette ist so ziemlich das Dämlichste“, sagte Parteichef Cem Özdemir am Dienstag in Berlin. Denn Viel- und Wenigfahrer würden gleich belastet.

Berlin - Die Grünen lehnen die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vorgeschlagene Pkw-Maut mit einem Schildchen zum Aufkleben an der Windschutzscheibe strikt ab.

“Die vorgeschlagene Vignette ist so ziemlich das Dämlichste“, sagte Parteichef Cem Özdemir am Dienstag in Berlin. Denn Viel- und Wenigfahrer würden gleich belastet. Stattdessen müsse das Prinzip gelten: “Wer viel fährt, bezahlt auch mehr, wer wenig fährt, bezahlt auch weniger.“ Özdemir wollte sich nicht festlegen, ob er grundsätzlich eine Pkw-Maut für sinnvoll und machbar hält. So hätten andere Maut-Verfahren Vor- und Nachteile. Bei satellitengestützten Systemen gebe es datenschutzrechtliche Bedenken, die nicht ausgeräumt seien.

Pkw-Maut: Das müssen Sie wissen

Mehr als 20 europäische Staaten bitten Autofahrer für die Benutzung von Autobahnen, Brücken oder Tunnels zur Kasse. © ap
Maut-Systeme gibt es unter anderem in Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Polen, Portugal, Serbien und Spanien. © dpa
In Europa gibt es unterschiedliche Maut-Abrechnungssysteme. © dpa
VIGNETTEN: Bei diesem System zahlen Autofahrer einen Pauschalbetrag für die Straßennutzung - neben Österreich zum Beispiel in Bulgarien, Rumänien, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien sowie in Tschechien und Ungarn. © dpa
Viele Länder bieten neben Jahresgebühren auch kostengünstigere Wochen- oder Monats-Vignetten an. © dpa
Nur die Schweiz erhebt immer eine Pauschalgebühr von 31,50 Euro. Die Jahresgebühren in anderen Staaten sind unterschiedlich hoch - von 28 Euro in Rumänien bis hin zu 148 Euro in Ungarn. Bei Ländern ohne Euro kommen Wechselkursschwankungen hinzu. © ADAC
ABRECHNUNG NACH STRECKE: Viele europäische Länder kassieren Maut beim Einfahren auf oder Verlassen von Autobahnen oder Schnellstraßen. Die Gebühr für das Ticket berechnet sich nach den zurückgelegten Kilometern. © dpa
SONDERMAUT: In einigen Ländern werden Brücken-, Tunnel- oder City- Sondermaut fällig. In Norwegen gibt es 140 solcher Mautstationen. © dpa
Auf dem Weg zwischen Kopenhagen (Dänemark) und Malmö (Schweden) kostet zum Beispiel die Nutzung der Öresund-Brücke Maut. Auch einige Tunnel in den Alpen sind gebührenpflichtig. © dpa
STRAFEN: Verstöße gegen die Maut-Regelungen können teuer werden. In der Slowakei ist beispielsweise eine Strafe bis zum Zehnfachen des Jahresvignetten-Preises möglich: 500 Euro. Slowenien kann bis zu 800 Euro kassieren, wenn Autofahrer nicht sofort 150 Euro Bußgeld zahlen. © dpa
Auch Österreich versteht bei Mautprellern keinen Spaß. Hier wird eine Ersatzmaut von 120 Euro fällig. Zahlt ein Autofahrer nicht sofort, können Bußgelder mindestens 300 Euro kosten. Die Schweiz verlangt den Preis einer Jahresvignette und 70 Euro zusätzlich. © dpa

dpa

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